10.07.2014

Gemeinsame Presseinfo von DOGEWO21 und der Dortmunder Stiftung Soziale Stadt: Nordstadt-Projekt „Brunnenstraße 51“ mit dem „Preis Soziale Stadt 2014“ ausgezeichnet

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Gemeinsame Presseinfo von DOGEWO21 und der Dortmunder Stiftung Soziale Stadt

 

Mittwoch, 9. Juli 2014

 

Nordstadt-Projekt „Brunnenstraße 51“ mit dem „Preis Soziale Stadt 2014“ ausgezeichnet

 

Bei der Preisverleihung zum renommierten Wettbewerb „Preis Soziale Stadt“ wurden am 1. Juli in Berlin zehn Beispiele sozialen Engagements zur Stabilisierung von Nachbarschaften ausgezeichnet.

Einer dieser Preise ging an das Dortmunder Nordstadt-Projekt in der Brunnenstraße 51.

Andreas Koch, Vorstand der Stiftung Soziale Stadt Dortmund, freute sich gemeinsam mit Birgit Zoerner (Sozialdezernentin der Stadt Dortmund) und Klaus Graniki (Geschäftsführer DOGEWO21) über die Auszeichnung für das innovative Dortmunder Projekt.

Das Haus Brunnenstraße 51 ist Anfang 2013 zusammen mit anderen Problemimmobilien von DOGEWO21 erworben worden und wurde dann von Dortmunds großem Wohnungsunternehmen an die Dortmunder Stiftung Soziale Stadt verkauft.

Eine Quartiersanalyse des Wohnungsamtes der Stadt weist gerade im Brunnenstraßenquartier eine große Unzufriedenheit der Bewohner mit dem Wohnumfeld aus, viele wollen wegziehen.

Um diese Abwärtsspirale zu stoppen hat eine Expertengruppe der Stiftung Soziale Stadt Dortmund ein integriertes Konzept entwickelt: Das Haus ist ein Startprojekt zur ‘Beschäftigung schaffenden Sanierung einer Problemimmobilie’ und dient als Matrix für die Inwertsetzung von problematischen Gebäuden („Problemimmobilien“).

Projektpartner sind u.a. die Stiftung Soziale Stadt, das Jobcenter, die Grünbau gGmbH, die Dortmunder Gesellschaft für Wohnen mbH (DOGEWO21) und die Stadtverwaltung Dortmund.

Das Land NRW fördert die Sanierung in Höhe von 600.000 Euro (Wohnraumfördermitteln).

Mit den Instandsetzungsarbeiten wurde GrünBau, eine gemeinnützige Gesellschaft für soziale Beschäftigung und Qualifizierung, beauftragt.

Die Sanierung erfolgt in Kooperation mit Handwerksbetrieben aus der Dortmunder Nordstadt. Im Mittelpunkt stehen die Anpassung der Grundrisse und die Ausstattung der Wohnungen. Insbesondere langzeitarbeitslose Menschen haben die Möglichkeit, dabei mitzuwirken. Ihnen bietet sich ein breites Spektrum von Lern- und Qualifizierungsangeboten. Dies reicht von Abbrucharbeiten, Trockenbau, Maler-, Tapezier- und Putzarbeiten bis hin zu vorbereitenden Arbeiten für die Elektro- und Sanitärinstallationen.

Nach Abschluss der Arbeiten erwirbt  DOGEWO21  voraussichtlich zum 1. August 2014 das Haus von der Dortmunder Stiftung Soziale Stadt zurück und vermietet die Wohnungen.

Insgesamt wurden zehn barrierefreie Zwei-Raum-Wohnungen im Neubaustandard fertig gestellt.

Aufgrund der Inanspruchnahme von Wohnraumfördermitteln sind die Mieten mit 5,10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Studenten, Wohngemeinschaften und kleine Familien attraktiv.

Mit dem Verkaufserlös werden von der Stiftung Soziale Stadt weitere Problemimmobilien zu Sanierungszwecken erworben. So soll sukzessiv ein revolvierender Fond für die sozialverträgliche, Beschäftigung schaffende Sanierung von Problemimmobilien aufgebaut werden.

Aus der Laudatio der Jury:

Ein breites Akteursbündnis trägt ein integriertes Konzept, das Wohnen und Arbeiten zusammenführt.
Am Beispiel einer Problemimmobilie wird die Inwertsetzung von Wohnungsbeständen durch Beschäftigungsmaßnahmen praktiziert. Nachhaltigkeit wird angestrebt durch den Verkauf der Immobilie, deren Ertrag in weitere Projekte dieser Art einfließt.

Die Jury würdigt das Projekt als beispielhaft für integrierte Stadtteilentwicklung in einem besonders schwierigen Gebiet dessen ‚Rezeptur‘ bundesweit verbreitet werden sollte.

Projekteinreicher:

Stiftung Soziale Stadt, Dortmund

Projektbeteiligte:

Stadt Dortmund; Jobcenter Dortmund;
DOGEWO21 (Dortmunder Gesellschaft für Wohnen mbH); NRW.BANK; KPMG AG; Mieterverein; Kreishandwerkerschaft; Sparkasse; Entsorgung Dortmund EDG; Dortmunder Stadtwerke DSW21; Der Paritätische; AWO Dortmund; Quartiersmanagement

 

Fotoquelle: GdW/Torsten Georg