08.08.2018

Thermenwartung bei DOGEWO21

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Mittwoch, 08. August

Mieter, die die Wartung ihrer Gastherme verweigern, gefährden nicht nur sich selbst und ihre Mitmenschen. Sie müssen auch mit erheblichen Kosten rechnen.  

Martin Piela kennt das Problem. Er ist Anlagenmechaniker, prüft und wartet im Auftrag Gasthermen im DOGEWO21-Bestand.

In den insgesamt 16.400 Wohnungen sind bei über 10.000 Mietern Gasthermen verbaut.

Es komme immer wieder vor, obwohl die Wartung durch den Vertragspartner DEW21 angekündigt wird, dass Mieter die Mechaniker nicht in die Wohnungen lassen: „Gründe gibt es da viele, manch einer schämt sich für die Zustände in der Wohnung“, so der 38-Jährige.  

Dabei geht es den Mechanikern nur um den sicheren Betriebszustand der Geräte. Jedes muss aufgrund der Herstellerrichtlinien einmal im Jahr gewartet werden. Wenn Staub und Schmutz ansetzen, kann es sein, dass Geräte nicht mehr einwandfrei arbeiten. Der Verbrauch kann steigen.

„Gefährlich wird es bei Verpuffungen oder wenn Kohlenmonoxid ausstritt. Kohlenmonoxid sieht, riecht und schmeckt man nicht. Da kann es schnell um Leben und Tod gehen“, erklärt Fachmann Martin Piela.  

Deshalb wird jeder Mieter bis zu dreimal von DEW21 mit der Bitte um eine Terminvereinbarung angeschrieben.

Gibt es keine Rückmeldung, schreibt DOGEWO21 den säumigen Mieter ein letztes Mal - unter Nennung eines konkreten Termins zur Durchführung der Wartungsarbeiten - an.

Bleibt auch dieser Versuch unbeantwortet, ist DOGEWO21 gezwungen ein gerichtliches Verfahren einzuleiten, um die Durchführung der Thermenwartung zu erwirken. Dem gebe das Gericht in der Regel auch statt, erklärt DOGEWO21-Juristin Katja Warneke. „Wenn zu den Verfahrenskosten dann womöglich noch Kosten für einen Gerichtsvollzieher und Schlüsseldienst hinzukommen, wird es für den Mieter mit mehreren hundert Euro richtig teuer“, so die Mietrechtexpertin.  

Zum Vergleich: Die Wartung einer Gastherme kostet deutlich unter 100 € und wird in der Betriebskostenabrechnung aufgeführt.