Geschäftsbericht 2018

Lagebericht DOGEWO21-Geschäftsbericht 2018 25 | 3. PROGNOSEBERICHT Prognose zur Wohnungsmarktentwicklung in Dortmund Aus dem im Wohnungsmarktbericht 2018 veröffentlichten kommunalen Stimmungsbarometer lässt sich eine fundierte Einschätzung zur aktuellen Lage und vor allem zur erwarteten Entwicklung der Wohnungsmarkt­ situation in Dortmund ableiten. Das kommunale Stimmungsbarometer basiert auf einer Befragung von 33 Wohnungsmarktexpertinnen und -experten, die zum Jahresbeginn ihre Prognose für das Jahr 2018 abgaben. Aus Sicht der Teilnehmer bestehen auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt aktuelle Herausforderungen vor allem aufgrund der zunehmenden Marktanspannung, der hohen Bau- bzw. Modernisierungskosten und in der mangelnden Verfügbarkeit von Bauland für den Geschosswohnungsbau. Die Einschätzungen der Fachleute zur zukünftigen Wohnungsmarktentwicklung sind davon geprägt, dass die aktuelle Marktentwicklung weiter anhalten wird und sich auch für die Zukunft stabilisiert. Für das niedrige Preissegment gehen rd. 85% des Expertenkreises davon aus, dass die Lage in den nächsten 3 Jahren weiter angespannt sein wird. Für das öffentlich geförderte Preissegment prognostizieren sogar 90% der Befragten für die nächsten 3 Jahre eine weiterhin angespannte Lage in Dortmund. Im Vergleich zum Vor- jahr haben sich damit die Einschätzungen für diese Segmente nochmals gefestigt. Noch 2017 erwarteten etwa nur die Hälfte der Expertinnen und Experten, dass auch im mittleren Preisseg- ment zukünftig eine angespannte Lage vorherrschend sein wird. Für 2018 prognostizieren mehr als 65% der Fachleute eine angespannte Lage für die nächsten 3 Jahre für dieses Preissegment. Diese Zunahme zeigt deutlich, dass zumindest nach Auffassung der Akteurinnen und Akteure eine weitere Verschärfung am Dort- munder Wohnungsmarkt zu erwarten ist. Für das obere Preissegment ist ebenfalls eine Veränderung der Einschätzung erkennbar. Hier hat der Anteil der Befragten, die in den nächsten 3 Jahren eine ausgewogene Lage in Dortmund erwarten, von 70% auf rd. 62% abgenommen. Entwicklung des geförderten Mietwohnungsbestandes in Dortmund 90% der Fachleute prognostizieren für das öffentliche geförderte Preissegment eine angespannte Lage. Die Entwicklung des geförderten Mietwohnungsbestandes ist deshalb für den Dortmunder Wohnungsmarkt von besonderer Bedeutung. Die NRW.Bank führt hierzu in regelmäßigen Abständen auf Basis der Entwicklungen der vergangenen Jahre Modellrechnungen zur zukünftigen Entwicklung der Zahl der geförderten Mietwohnungen durch. Seit vielen Jahren ist die Entwicklung des geförderten Wohnungsbestandes im gesamten Ruhrgebiet konstant rückläufig: Der Bestand der Wohnungen hat sich hier in den Jahren 2006 bis 2016 insgesamt von 266.776 um 39,2%, auf 162.266 verringert. Den höchsten Rückgang verzeichnet hierbei der Dortmunder Wohnungsmarkt mit 17.480 Wohnungen bzw. einer Rückgangsquote von 46,9% auf nur noch 22.064 Woh­ nungen. Auch bis zum Jahr 2030 wird in Dortmund keine gegenläufige Entwicklung, sondern eine Verringe- rung des geförderten Bestandes um weitere 33,3%, erwartet. Es bleibt abzuwarten, ob diese Prognose zur rückläufigen Entwicklung tatsächlich zutreffend sein wird: In Dortmund wurden aufgrund der hohen Nachfrage nach Fördermitteln in 2017 zusätzlich 21,1 Mio. € – damit insgesamt 51,1 Mio. € – vom Land NRW für den Wohnungsbau zur Verfügung gestellt. Der Neubau und die Modernisierung von insgesamt 1.013 Wohnungen wurden mit diesen Landesmitteln gefördert.

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