Geschäftsbericht 2018

Lagebericht DOGEWO21-Geschäftsbericht 2018 6 | 1. GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENS Die Gesellschaft wurde am 11. Oktober 1918 als Dortmunder Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft gegrün- det. Zweck der Gesellschaft ist vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung (öffentlicher Zweck). Die Gesellschaft errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Wohnungen in allen Rechts- und Nutzungs- formen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen. Sie kann außerdem alle anfallenden Aufgaben im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der im Zusammenhang damit notwendigen Infrastruk- tur übernehmen, Grundstücke erwerben, belasten und veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben. Sie kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen bereitstellen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweignieder­ lassungen zu errichten, andere Unternehmen zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen. Zum 31. Dezember 2018 sind die Dortmunder Stadtwerke AG (90%) und die Sparkasse Dortmund (10%) Gesellschafter des Unternehmens. Die Gesellschaft übt ihre Geschäftstätigkeit nahezu vollständig im Dortmunder Stadtgebiet aus. Die satzungsmäßigen Anforderungen des §108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW haben wir beachtet. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Euroraum Im Euroraum schwächte sich die Konjunktur nach einer zunächst kräftigen Expansion im ersten Halbjahr ab. Ursache war dafür ein Nachlassen der Exportdynamik, die im Vorjahr noch starke Zuwächse zu verzeichnen hatte. Der sog. Abgas-Skandal in der Automobilindustrie und die folgenden Probleme in der Produktions­ umstellung wirkten sich im dritten Quartal auch auf die Gesamtwirtschaft aus. Das BIP entwickelte sich in der ersten Jahreshälfte 2018 jedoch unterdurchschnittlich positiv. In 2019 soll der Zuwachs des BIP 1,8% und in 2020 1,6% betragen. Die Expansion wird tendenziell mehr von der Entwicklung des Binnenmarktes getragen. Die Beschäftigtensituation verbesserte sich trotz der konjunkturellen Abschwächung weiter. Die Arbeits­ losenquote ist auf 8,2% gefallen. Insbesondere die ehemaligen Krisenländer Griechenland, Spanien und Portugal konnten profitieren. Auch die Lohndynamik zog in Form von steigenden Tariflöhnen an. Die Geldpolitik im Euroraum stützt die Konjunktur im Euroraum weitgehend. Die Leitzinsen befinden sich seit 2016 auf einem historischen Tiefstand. Der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt seit März 2016 bei 0%, der Einlagensatz bei −0,4% und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,25%. Das konsolidierte Budgetdefizit der Euroländer war 2017 erneut rückläufig. Günstige Finanzierungsbe­ dingungen und konjunkturell bedingte Mehreinnahmen, verbunden mit Minderausgaben, führten in vielen Ländern zu einer verbesserten Haushaltslage; insbesondere Deutschland und die Niederlande verzeichneten hohe Überschüsse. Insgesamt wird die Finanzpolitik im kommenden Prognosezeitraum (2018–2020) voraus- sichtlich leicht expansiv ausgerichtet sein.

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