Geschäftsbericht 2018

Lagebericht DOGEWO21-Geschäftsbericht 2018 7 | Deutschland Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft geht in sein sechstes Jahr und wird vor allem durch die Binnen- wirtschaft getragen, die durch einen starken Beschäftigungsaufbau und niedrige Zinsen angeregt wird. Die Auslastung der Produktionskapazitäten ist hoch, stagniert aber seit Anfang 2018 aufgrund nachfrage- und produktionsseitiger Gründe. In den wichtigsten Absatzmärkten im Euroraum hat sich die Konjunktur ver­ langsamt; auf der anderen Seite gibt es angebotsseitige Engpässe im Bereich Arbeitskräfte und Vorleis- tungsgüter. Im Jahresdurchschnitt 2018 dürfte die Wirtschaftsleistung um 1,7% zunehmen. Für 2019 wird mit einer leicht ansteigenden Leistung von 1,9% gerechnet, im Jahr 2020 mit 1,8%. Die Überauslastung der gesamt- wirtschaftlichen Kapazitäten dürfte damit fortbestehen. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2018 um 175.000 auf 2.210.000. Entsprechend fiel die Arbeitslosenquote von 5,3% auf 4,9%. Die Anzahl der Erwerbstätigen erreichte mit 45.116.000 im November 2018 erneut einen Höchststand. Zwischen Ende 2017 und Ende 2018 gingen die Effektivzinssätze bei Krediten für Kapitalgesellschaften im kurzfristigen Bereich zurück. Im langfristigen Bereich blieben sie annähernd konstant. Im mittelfris­ tigen Bereich blieben die Effektivzinssätze bei den Volumina bis 1 Mio. € annähernd konstant, bei größeren Volumina erhöhten sie sich. Schwankungen im Jahresverlauf waren insbesondere bei den Volumina über 1 Mio. € zu verzeichnen. Wohnungsmarkt in Dortmund Im Dezember 2018 wohnten laut städtischer Statistik mit rd. 603.000 Einwohnern 1.220 Menschen mehr in Dortmund als zum Ende des Vorjahres. Das bedeutet ein Plus von rd. 0,1% und somit ein Wachstum deut- lich unterhalb des Vorjahresniveaus. Dortmund überschreitet weiterhin die Marke von 600.000 Einwohnern und ist damit schneller gewachsen, als es das Statistische Landesamt prognostiziert hatte. Zur Anzahl der Haushalte liegen zum 31. Dezember 2018 noch keine statistischen Daten vor. Von 2016 bis 2017 erhöhte sich die Anzahl der Haushalte um rd. 200 auf insgesamt 316.080 (nicht inbegriffen ist der Personenkreis in Gemeinschaftsunterkünften). Es ist davon auszugehen, dass sich der Anstieg der Anzahl der Haushalte auch im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt hat. Die durchschnittliche Haushaltsgröße läge somit weiterhin bei rd. 1,9 Personen je Haushalt. Die gesamtstädtische Leerstandsquote beträgt 1,8% (Vorjahr: 1,7%). Hierbei wird jedoch nur der strukturelle Leerstand mit einer Leerstandsdauer von über 6 Monaten erfasst. Diese Entwicklung weist weiterhin auf eine angespannte Situation auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt hin. Besonders die Reduzierung des fluk- tuationsbedingten Leerstandes (unter 7 Monaten) ist ein Anzeichen für eine schnellere Wiedervermietung. In vielen deutschen Städten belastet Wohnen zunehmend das zur Verfügung stehende Einkommen der privaten Haushalte. Seit 2008 konnte in allen deutschen Großstädten ein deutlicher Preisanstieg verzeichnet werden. Auch in Dortmund hat sich der Anstieg der Angebotsmieten spürbar fortgesetzt. Der Median der Nettokaltmieten erhöhte sich gemäß aktuellem Wohnungsmarktbericht 2018 von 6,33 €/m² (2016) auf 6,62 €/m² (2017). Dennoch ist Wohnen in Dortmund im Verhältnis zu anderen Großstädten weiterhin günstig.

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