Geschäftsbericht 2018

Lagebericht DOGEWO21-Geschäftsbericht 2018 9 | Es wurden zudem rd. 30 Mio. € für die Förderung von Mietwohnungen, Eigenheimen und Modernisierungen investiert. Erstmals wurde auch ein städtisches Wohnprojekt in Mengede mit 49 geförderten Mietwohnun- gen realisiert. Zwei weitere kommunale Wohnprojekte mit insgesamt rd. 130 geförderten Mietwohnungen in Bövinghausen und Huckarde befinden sich in der Umsetzung. Hiervon werden insbesondere die Dortmunder Haushalte profitieren, die dringend auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind. Im kommunalen Stimmungsbarometer für Dortmund sieht der Großteil der befragten Expertinnen und Experten die überhöhten Preisvorstellungen für Bestandsimmobilien (im Verhältnis zum notwendigen Sanierungsaufwand) als Problem auf dem Dortmunder Eigentumsmarkt. Im niedrigen wie auch im mittleren Preissegment wird die Situation auf dem Eigentumsmarkt als angespannt bezeichnet. Tatsächlich haben sich die Angebotspreise für Bestandseigenheime in den letzten Jahren stetig erhöht. Zwar sehen Fachleute in Dortmund momentan keine Gefahr einer generellen Immobilienblase, betrachten aber gerade die Entwicklungen im unteren Segment, das sich fast ausschließlich aus den Bestandsimmobilien formiert, als sehr kritisch. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus verwirklichen immer mehr Schwellenhaus­ halte den Traum vom eigenen Haus, bei denen nur wenig finanzieller Spielraum bei der Tragbarkeit der mo- natlichen Belastungen besteht. Selbst kleinere Einkommenseinbußen können die Finanzierungsmodelle zum Platzen bringen und ggf. zur Zwangsversteigerung führen. Demografie Dortmund ist von dem allgemeinen Trend der Alterung der Gesellschaft gleichermaßen betroffen. Der Bevölke- rungsanteil von Personen im Alter von mindestens 65 Jahren beträgt 20%. Demgegenüber steht ein Anteil von nur 16% in der Altersgruppe 0–17 Jahre. Beschäftigung Seit Oktober 2018 liegt die Arbeitslosenquote für Dortmund bei 9,8% und damit seit 1981 erstmals wieder unter 10%. Konkret waren im Dezember 2018 insgesamt 30.713 Menschen in Dortmund arbeitslos gemeldet. Damit ist die Arbeitslosenquote gegenüber Dezember 2017 um 0,4 Prozentpunkte gesunken. Weiterhin waren Ende Juni 2018 in Dortmunder Unternehmen 239.745 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag ergibt sich ein Plus von 3,5% oder 8.216 zusätzlichen sozial- versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Auch die Jugendarbeitslosigkeit sank um 1,2% gegenüber dem Vorjahr. Selbstverständlich hat Dortmund auch von der positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft profitiert. Gleichzeitig hat die eigene aktive Standortförderung und -entwicklung dazu geführt, dass die gesamtwirt- schaftliche Lage auf gute Bedingungen trifft. Aufgrund der zukunftsweisenden Flächenentwicklungen, wie z.B. im Technologiepark in Universitätsnähe, an der Westfalenhütte am Rande der nördlichen Innenstadt sowie am Phoenix-See, haben sich Unternehmen neu angesiedelt und für Arbeitsplätze gesorgt.

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