DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

110 geringeremMaße auch noch der 1970er-Jahre fand zu ganz eigenen Ausdrucksformen, ist unverwech- selbar und als solcher auch leicht zu erkennen. Und er war trotz aller späteren Kritik an den in die Jahre gekommenen „Betonburgen“ und „Vorort-Gettos“ zu seiner Zeit ein Segen für die Bewohner der Ballungs- gebiete. Er sättigte für lange Zeit den Wohnungs- markt und erfüllte erstmals breiten Schichten der Bevölkerung den lang ersehntenWunsch, eine Neu- bauwohnung zu erschwinglicher Miete beziehen zu können. Reine Hochhaussiedlungen in Form funktional eigen- ständiger Komplexe, wie sie etwa in Berlin imMär- kischen Viertel oder in Marzahn entstanden, blieben in Dortmund die Ausnahme. Neu-Scharnhorst, wo auch die DGW baute, und der Clarenberg in Hörde waren hier die größten Projekte dieser Art. Die DGW errichtete ihrerseits eine Reihe von Hochhäusern, doch die Siedlungen, in denen sie standen und stehen, präsentieren sich in der Nachbarschaft von meist drei- oder viergeschossigen Häusern sowie häufig auch Familienreihenhäusern eher aufge- lockert. Siedlungen, die der charakteristischen Architektur der 1960er-Jahre entsprechen, errich- tete die DGW von 1960 bis 1979 in Benninghofen, Mengede, Löttringhausen, Brünninghausen, Bodel- schwingh, Derne, Wambel, Wickede, Hacheney, Westerfilde und Scharnhorst. Hinzu kamen Neu- bauten in Anlagen eher konventioneller Art mit meist drei- bis viergeschossigen Häusern in Apler- beck, Berghofen, Brechten, Eving, Lütgendortmund, Schüren und Sölde. Das höchste Haus im Bestand der Gesellschaft war und ist das 18-geschossige Gebäude in der Heiligegartenstraße 27, mit einem prächtigen Ausblick über die Stadt. Langeloh 4, die Landmarke der Siedlung Löttringhausen, weist 12 Geschosse auf, in Benninghofen, Scharnhorst, Wambel, Westerfilde und Wickede geht es bis in die 8. Etage hinauf. Die neuen Wohnungen in diesen Siedlungen und Hochhäusern waren sehr gefragt und schnell vermietet. Altenheim in Mengede, 1969 Wambel, An der Stipskuhle: Richtfest 16.000ste Wohnung, 1968 Eröffnung des Altenbegegnungszentrums Wilhelm-Hansmann-Haus, 1970

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