DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

113 als gesättigt. Zwar gab es weiterhin eine Nachfrage für Wohnungen des unteren Mietsegments, doch die gibt es bekanntlich nahezu immer. Im Vergleich zu den vorhergehenden acht Jahrzehnten gestal- tete sich die Wohnsituation in Dortmund 1969/70 für breite Schichten äußerst komfortabel. Da sich zur Sättigung des Marktes und der damit einher- gehenden drastischen Reduzierung der öffentlichen Mittel für den sozialen Wohnungsbau ein leichter, aber kontinuierlicher Bevölkerungsrückgang gesellte, der 1965 einsetzte und bis Ende der 1980er-Jahre anhielt, richtete die Gesellschaft die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit neu aus. Die Ursache des Bevölke- rungsrückgangs lag vor allem in der Strukturkrise des Ruhrgebietes begründet, die bereits Ende der 1950er-Jahre mit dem starken Sinken der Kohle- förderung eingesetzt hatte und in der Stahlkrise ab 1975 einen ihrer Höhepunkte fand. Sinkende Einkom- men und steigende Arbeitslosigkeit schufen für sozial orientierte Wohnungsgesellschaften sehr schwierige Rahmenbedingungen. Scharnhorst-Ost: Schumpeter-, Ecke Vierkandtweg, 1970

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