DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

141 Aus DGW wird DOGEWO Zum 1. Januar 1986 übernahm Rolf Bremicker, der seit 1977 in der Leitung der Gesellschaft tätig war, nach dem Ausscheiden Günther Ravens die alleinige Geschäftsführung. Die DGW wurde zur DOGEWO und fügte dem Logo bald den Claim „1a wohnen“ hinzu. Das neue Signet war das Erkennungszeichen für neue kreative Konzepte, mit denen vor allem der Leerstand abgebaut werden sollte. Im Frühjahr 1986 startete eine Werbeaktion, zu der neben Anzeigenkampagnen auch intensive Außenwerbung auf Bussen, Bahnen und Fir- menfahrzeugen gehörte. Im Herbst 1986 erschien die erste Nummer der neuen Mieterzeitung „1a wohnen“, die im Stil einer Boulevardzeitung aufgemacht war und den Kontakt zwischen Vermieter und Mietern stärken sollte. 1 Angesichts des Überangebotes an Wohnungen hob die neue Geschäftsführung hervor, es komme zu- künftig besonders darauf an, Wohnungen anzubieten, die einen Marktvorsprung gegenüber den Wohnungen anderer Anbieter haben. Erreicht werden könne das nur, „wenn neben dem Produkt Wohnung auch die Nebenleistungen attraktiver sind, wenn also Service und Beratung für Kunden und Mieter optimal gestal- tet werden und die dauernde Betreuung der Mieter sichergestellt wird“. 2 In einer Broschüre zum 70-jährigen Bestehen der Ge- sellschaft im Jahr 1988 kam die neue Schwerpunkt- setzung deutlich zumAusdruck. Unter demMotto „Lebensqualität zur Miete“ wird der Dreiklang von ge- sundem und modernem Innenleben der Wohnungen, attraktivemWohnumfeld und guter Nachbarschaft ins Bild gebracht. Facelifting in Form von frischen Fassa- den, Neugestaltung der Grünflächen, Förderung des Zu- sammengehörigkeitsgefühls der Mieter und ihrer Bezie- hung zur Gesellschaft durch Ehrung langjähriger Mieter, tatkräftige und finanzielle Unterstützung von Mieter- festen, Spielplatzaktionen und charmanten Ideen wie jener, in den Siedlungen in Scharnhorst und Mengede für jedes neue Mieterbaby einen Baum zu pflanzen. Die Maßnahmen zur Verringerung des Leerstandes zeitigten einige Erfolge, konnten das Problem aber nicht grundlegend lösen. Mit 2% Leerstand Ende 1986 lag die DOGEWO zwar unter dem Dortmunder Durch- schnitt, doch erkauft wurde das zum Teil auch durch Mietnachlässe, die das Ergebnis belasteten. Erfolg- reich war die Imagekampagne vor allem im Blick auf den „Hannibal“ in Dorstfeld, wo sich die Zahl der leer stehenden Wohnungen innerhalb eines Jahres von 95 auf 17 reduzierte. Und vergessen werden darf im Blick auf das Wirken der Gesellschaft natürlich nicht, dass sich die Wohn- und Lebensbedingungen von nahezu 40.000 Menschen durch die umfassenden Investitio- nen in Sanierung und Modernisierung deutlich verbes- serten. Logo DGW bis 1985 Logo DOGEWO ab 1986 mit Claim Logo DGW bis 1985 Logo DOGEWO ab 1986

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