DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

151 Die Terrassenhäuser am Vogelpothsweg, in denen in jenem Jahr ein Drittel der 412 Wohnungen leer stand, hatten zu Bewirtschaftungsverlusten von bis zu 1,5 Millionen Euro jährlich geführt. Der neue Eigen- tümer übernahm neben dem „Hannibal“ weitere 114 Wohnungen in der Schützenstraße und imMolner- weg in Wickede. Bestandsveräußerungen in diesem Umfang inner- halb weniger Jahre hatte es in der Vergangenheit des Unternehmens nicht gegeben. Dass die Ver- käufe aus wirtschaftlicher Sicht jedoch dringend notwendig waren, brachte die folgende, dauerhaft positive Entwicklung im Kerngeschäft deutlich zum Ausdruck. Der reduzierte und optimierte Bestand von nun 15.677 Wohnungen war rentabel zu bewirt- schaften, da die Verkäufe nicht nur Erlöse brachten, sondern, neben anderen Maßnahmen, entscheidend zum drastischen Rückgang des Leerstands beitru- gen. Der ungeplante Leerstand konnte bis 2005 auf 0,8% des Bestands reduziert werden. 2004 bilan- zierte das Unternehmen erstmals seit zehn Jahren wieder ein ausgeglichenes Ergebnis in der Hausbe- wirtschaftung; schon im folgenden Jahr konnte im Kerngeschäft zum ersten Mal seit 1993 ein Gewinn (1,1 Mio. Euro) erzielt werden. Mit 6%Marktanteil an den Dortmunder Mietwohnungen war DOGEWO trotz reduzierten Bestands größter Wohnungsanbieter der Stadt. Nach dem Ausscheiden von Bernd Reiff ist Klaus Graniki seit 2004 alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft. Bis zum Jahr 2008 nahm DOGEWO angesichts des entspannten Wohnungsmarktes keine Neubauprojekte in Angriff. Ein leichter Bestandszuwachs auf 16.013 Wohnungen resultierte aus dem Kauf von 372 Woh- nungen der Mehrheitsgesellschafterin, der Dortmun- der Stadtwerke AG, im Jahr 2006. Die Bauleistung konnte so ganz auf Sanierung und Modernisierung des Bestands konzentriert werden. Die Mittel, die in die Bestandsentwicklung flossen, stiegen stetig an und beliefen sich im Geschäftsjahr 2005 bereits auf 34,7 Millionen Euro. Der Schwerpunkt der Ausgaben in diesem Bereich verlagerte sich dabei zunehmend auf Großmodernisierungsmaßnahmen, die neben der Schaffung zeitgemäßen Wohnraums auch zur Verbes- serung des städtebaulichen Erscheinungsbildes und der sozialen Qualitäten von Siedlungen beitrugen. Entwicklung des Ergebnisses im Kerngeschäft 1993–2008

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