DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

166 Für eine bunte Stadt „Dortmund wohnt bunt“ – unter diesemMotto star- tete DOGEWO21 gemeinsammit vier weiteren Woh- nungsunternehmen im August 2015 eine Kampagne für mehr Toleranz und Vielfalt in der Stadt. ImMittel- punkt der Kampagne stand die Plakatierung von über 100 Großflächen mit unterschiedlichen Motiven. Die Plakate zeigten Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischer Herkunft und Hautfarbe, unterschied- licher Glaubensrichtungen, Menschen mit und ohne körperliche Behinderungen. Hand in Hand bilden sie eine bunte, symbolische Kette. Über die Großflächen hinaus warben die Unternehmen mit Aufklebern auf Firmenfahrzeugen, Pins und Postkarten. Zudem war ein Bus, großflächig mit den Motiven, dem Logo der Kampagne und den Unternehmenslogos beklebt, in Dortmund unterwegs. Dass es der Gesellschaft ernst war mit der Botschaft der Kampagne, konnte sie schon wenig später unter Beweis stellen. Als infolge des Syrienkrieges seit dem Herbst 2015 Flüchtlinge und Asylsuchende aus den Krisengebieten in Nahost in großer Zahl auch nach Dortmund gelangten, mussten sie zunächst in Not- unterkünften in Form von Sporthallen, Containern und Zelten untergebracht werden. Da schnell deut- lich wurde, dass ein Teil der geflüchteten Menschen in Dortmund bleiben und Teil der Stadtgesellschaft werden würde, liefen aus humanitären, sozialen, aber auch ökonomischen Gründen rasch Maßnahmen zu ihrer Integration an. Dezentrale Unterbringung war das erklärte Ziel der Stadt, einerseits um die Inte- gration der neuen Bürger zu fördern, aber auch, um die eingesessene Bewohnerschaft nicht zu über- fordern. Bereits im Dezember 2015 waren die ersten von vielen DOGEWO21-Wohnungen an Flüchtlinge vermietet – so im Bestand verteilt, dass bestmögliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration vorhanden waren. Zum Thema Integration verfügte das Unternehmen bereits über große Erfahrungen aus den Migrationsbewegungen der vorhergehenden Jahr- zehnte. Einige Häuser wurden an die Stadt vermietet, die dort Flüchtlinge unterbrachte. Plakate zur Kampagne „Dortmund wohnt bunt“, 2015

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