DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

19 Angesichts dieser und weiterer geplanter Einge- meindungen wurden neue Perspektiven und länger- fristige Strategien zum Städte- und Wohnungsbau zwingend notwendig. Dortmund brauchte Ämter, die auf diesem Gebiet tätig wurden, sowie ausgewie- sene Stadtplaner und Architekten an deren Spitze. 1914 wurde das Stadterweiterungsamt unter Leitung von Stadtbaurat Friedrich Kullrich eingerichtet, im Frühjahr 1918 das Wohnungsamt unter Leitung von Friedrich Strehlow. Ein rückblickend großer perso- neller Wurf gelang den Verantwortlichen, allen voran Oberbürgermeister Eichhoff, mit der Verpflichtung des Architekten und Städtebauers Hans Strobel im Jahr 1914, der aufgrund seines vorherigen Wir- kens in Leipzig einen ausgezeichneten Ruf in der Fachwelt genoss. Zunächst in der Bauberatung des Stadterweiterungsamtes unter Kullrich tätig, wurde Strobel schon 1915 vom Rat zum Dezernenten für Stadterweiterung gewählt. In der Folgezeit liefen in seiner Person Planung und Umsetzung von Stadt- erweiterung, Siedlungswesen und Wohnungsbau zusammen. Auch die Gründung der Dortmunder Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (DGSG), wie DOGEWO ursprünglich hieß, wurde von Strobel initiiert und vorangetrieben. 6 Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet, um 1920

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