DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

192 Kurzchronik 1918–2018 100 Jahre DOGEWO21 1918 Gründung der Dortmunder Gemeinnützigen Siedlungsgesell- schaft (DGSG) am 11. Oktober imMagistratssitzungssaal des Stadthauses. Die Stadt Dortmund steuert 1,2 Millionen Mark bei und ist damit der größte der 56 Gesellschafter. Erster Geschäftsführer wird Friedrich Strehlow, der Leiter des Woh- nungsamtes. Sitz der Gesellschaft: Märkische Straße 12. 1919 Mitte des Jahres werden die ersten fertiggestellten Wohnungen im „Lutherblock“ bezogen. 1924 Ende des Jahres beläuft sich der Bestand der Gesellschaft bereits auf 1.180 Wohnungen in 330 Häusern, vornehmlich in der Nord- stadt, der östlichen und der südlichen Innenstadt sowie in Wambel. 1927 Der dritte Bauabschnitt der Siedlung Zur Sonnenseite in Eving/ Kemminghausen wird fertiggestellt. 1929 Mit der Fertigstellung von 2.084 neuen Wohnungen weist die Gesellschaft ihr produktivstes Jahr in der Zeit der Weimarer Republik in Bezug auf den Neubau auf. 1932 Ende des Jahres besitzt die DGSG 5.076 Wohnungen in 1.089 Häusern, zudem verwaltet sie 1.782 städtische Wohnungen. Im Auftrage der Stadt Dortmund hat sie eine Stadtrandsiedlung in Deusen errichtet, die aus 234 kleinen Einfamilienhäusern für Erwerbslose besteht. 1933 Wie alle öffentlichen Institutionen wird auch die DGSG vom NS-Regime gleichgeschaltet: Geschäftsführer Strehlow wird durch August Bertram ersetzt. Im Aufsichtsrat sitzen fortan nur noch Amtsträger und Parteimitglieder der NSDAP. 1936 Die Gesellschaftsanteile werden umgeschichtet: die Stadt hält nunmehr 70%, Hoesch und die Westfälische Wohnstätten AG teilen sich den Rest. 1937 Der Name der Gesellschaft wird in „Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft“ (DGW) geändert. 1939 In Renninghausen wird mit dem Bau der „Rudolf-Heß-Siedlung“ begonnen. Von den dort geplanten 4.500 neuen Wohnungen werden lediglich 544 tatsächlich gebaut. 1940 Per „Führererlass“ werden alle zivilen Bauvorhaben verboten. 1941 Erste Bombenschäden an Häusern der Gesellschaft. 1943 Nach Ausbombung der Geschäftsstelle am Schwanenwall kommt die Gesellschaft provisorisch zunächst in der Chemnitzer Straße, dann im obersten Stockwerk des AOK-Gebäudes nahe dem Hauptbahnhof unter. 1945 Bei Ende des Krieges sind gut 40% der 8.426 Wohnungen ganz oder teilweise zerstört. 1946 Aufgrund des großen Material- und Arbeitskräftemangels betei- ligen sich Mieter an den ersten Wiederaufbaumaßnahmen. 1948 Die Währungsreform im Juni legt die Basis für Wiederaufbau in großem Umfang. 1949 In Brackel, in der Nordstadt und in Hörde errichtet die Gesell- schaft im Zuge eines nationalen Programms Wohnungen für Flüchtlinge, Um- und Aussiedler sowie Obdachlose. In Oespel und Hombruch beteiligt sie sich am Bau von Kleinsiedlungen. 1953 Seit der Währungsreform hat die Gesellschaft 2.002 Wohnungen wiederaufgebaut und 992 neu errichtet. Der Wiederaufbau gilt damit als abgeschlossen. 1955 Die Gesellschaft bezieht ihr neues Verwaltungsgebäude in der Landgrafenstraße. 1959 Ende des Jahres beläuft sich der Gesamtbestand der Gesell- schaft auf 11.342 Wohnungen.

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