DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

68 Östliche Innenstadt, Lenteninsel 323 Wohnungen, vier Ladenlokale und eine Gastwirtschaft baute die DGSG 1928/29 im Projekt Lenteninsel. Im Geviert Günther-, Klönne-, Lüneburger und Hallesche Straße entstand ein geschlossener, meist viergeschossiger Block, dessen Inneres im Süden und Norden durch Torhäuser zugänglich ist. Innerhalb des Blocks liegen zwei weitere konisch zulaufende Häuserzeilen in Nord-Süd-Richtung, die eigentliche Lenteninsel. Die Fassaden der Anlage sind von der typischen Ziegel- ornamentik der Zeit geprägt. In den 1980er-Jahren avancierte die Lenteninsel zu einer von Städte- bauern und Architekturstudenten viel besuchten Anlage, die die Qualitäten des Wohnungsbaus der 1920er-Jahre vor Augen führt und zum planerischen Vorbild für Neubausiedlungen wurde. Erst die Ver- bindung von handwerklich-künstlerischem Formwillen, architektonisch- städtebaulichen Konzepten und sozialem Programm in der Weimarer Zeit machte diese Art des Wohnungsbaus möglich. (So urteilte der re- nommierte Architekt und Stadtplaner Peter Zlonicky, der von 1976 bis 2000 an der TU Dortmund das Fachgebiet Städtebau leitete, anlässlich eines Besuches der Lenteninsel; vgl. Architekturführer Dortmund, 50.) Güntherstraße, 1929, mit Toreingang zur Lenteninsel

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