DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

74 Huckarde, Dorstfeld, Kemminghausen Von drei weiteren großen Projekten der DGSG der spä- ten 1920er-Jahre sind leider keine historischen Fotos, sondern nur Grundrisse und Lagepläne erhalten. In die- sen drei Siedlungen imWesten und Norden der Stadt entstanden insgesamt 1.326 neue Wohnungen. Östlich der „Sonnenseite“ wurden 1929 in der Siedlung Kemminghausen II – wegen ihrer nach Märchenfiguren benannten Straßen auch als „Märchensiedlung“ be- zeichnet – insgesamt 750 Wohnungen von Größen zwi- schen 45 m² und 70 m² fertiggestellt. Zur Siedlung ge- hörten auch mehrere Spielplätze und ein Kinderhort. Ebenfalls 1929 konnten 265 Mietparteien die zwei- und dreiräumigen Wohnungen in den neuen zweistöckigen Fünffamilienhäusern und ihre Gärten an der Planeten- feldstraße in Dorstfeld beziehen. Die Häuser und Woh- nungen waren erster realisierter Abschnitt einer sehr großen geplanten Siedlung, die insgesamt 1.900 Woh- nungen sowie Ladengeschäfte und Gastwirtschaften umfassen sollte, aber aufgrund der 1930 durchschla- genden Wirtschaftskrise nur sehr eingeschränkt weitergebaut werden konnte. 70% der Wohnungen hatten drei Räume, zwischen den Häuserzeilen lagen große Grünflächen und Spielplätze. Die Anlage wurde, wie die Dortmunder Zeitung am 29. Januar 1929 lobte, „in der modernsten Bauweise errichtet und erhalten ihre Standorte so, dass den in ihnen untergebrachten Wohnungen Licht, Luft und Sonne in ausgiebigem Maße zugeführt wird.“ In Huckarde schließlich freuten sich Wohnungs- suchende im selben Jahr über die 311 neuen, vor- nehmlich in kurzen Häuserzeilen errichteten Wohnun- gen an der Parsevalstraße und am Burgheisterkamp. Kemminghausen II, 1929

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