DOGEWO21 Jubiläumsbuch - 100 Jahre Wohnen in Dortmund

95 Sozialer Wohnungsbau Erst mit der öffentlichen Förderung des Wohnungs- baus auf der Grundlage des Ersten Wohnungsbau- gesetzes vom 24. April 1950 kam Schwung in den Aufbau. §1 des Gesetzes verpflichtete Bund, Länder und Gemeinden zur Förderung des Wohnungsbaus „unter besonderer Bevorzugung des Baues von Woh- nungen, die nach Größe, Ausstattung und Miete für die breiten Schichten des Volkes bestimmt und geeignet sind (sozialer Wohnungsbau)“. Die Wohn- raumbeschaffung sollte zunächst vor allem den Hei- matvertriebenen und jenen, die ihre Wohnung durch Kriegsfolgen verloren hatten, zugutekommen. 5 Ziel dieser legislatorischen Initiative war der Bau von 1,8 Millionen Wohnungen dieser Art in den folgenden sechs Jahren. Als Instrumente der Förderung sollten neben dem Einsatz öffentlicher Mittel auch Steuer- vergünstigungen, die Übernahme von Bürgschaften und die Bereitstellung von Bauland dienen. Die Neubautätigkeit der DGW hatte 1948/49 im Rah- men eines nationalen „Stoßprogramms“ mit dem Bau einer Flüchtlingssiedlung in Brackel begonnen. In Oespel und Hombruch beteiligte sich die Gesell- schaft von 1948 an am Bau von Kleinsiedlungen. Der Wiederaufbau besaß aber absolute Priorität. Von der Währungsreform bis Ende 1953 errichtete die DGW insgesamt 3.166 Wohnungen, 2.002 davon im Rah- men des Wiederaufbaus. Die 992 neu gebauten Woh- nungen kamen vornehmlich Flüchtlingen und Bewoh- nern von Notunterkünften zugute. 172 Wohnungen entstanden zudem an 86 Siedlerstellen. Damit war

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