Mietermagazin 04/2017

Richtig heizen E xperten sind sich aber einig, dass die Woh- nung auch im Winter nicht 25 Grad warm seinmuss. Schließlich gehört das Heizen zu den größten Energiefressern imHaushalt. Als Faus- tregel gilt: Eine Temperatur von 20 Grad in den Wohnbereichen (Wohn- und Kinderzimmer) ist völlig ausreichend. In der Küche heizen ohne- hin Herd und Kühlschrank mit. Im Schlafzim- mer hingegen reichen 16, 17 Grad . Ist die Woh- nung tagsüber verlassen, empfiehlt sich eine Raumtemperatur von 15 Grad. Richtiges Heizen bedeu- tet auch, so wenig Wär- me wie möglich ent- weichen zu las- sen. Machen S i e na ch t s die Schotten dicht! Auch die Wirkung m o d e r n e r Scheiben mit Doppel- und Dreifachverglasung lässt sich op- timieren, wenn Vorhänge und Rollos herunter- gelassen werden. Zum Heizen gehört das Lüften – ein ewig jun- ges Thema. Dauerhaft gekippte Fenster sorgen nicht für Luftaustausch. Lüften Sie mindestens zweimal täglich, indem Sie für wenige Minuten die Fenster von gegenüberliegenden Zimmern öffnen (Querlüftung). Durch den Luftzug wird die feucht-warme Luft schnell ausgetauscht. Wenn die Heizung gluckert und auch bei voll geöffnetem Ventil nicht richtig warm wird, ist das ein Hinweis auf Luft im Heizkörper. Sie kann durch ein Ventil an der Seite des Heiz- körpers abgelassen werden: einfach einen Be- cher drunter halten, das Ventil mit einem klei- nen Schlüssel öffnen und Luft ablassen, bis nur noch Wasser kommt. Heizkörper sollten weder von Möbeln noch von Gardinen verdeckt sein. Andernfalls staut sich die Wärme und kann sich nur unzureichend im Raum verteilen. Die Quittung: Der Energieverbrauch geht unnötig in die Höhe. Auto prüfen T ja – jedes Jahr dasselbe. Kein Autofahrer hat es geahnt, und plötzlich ist Winter. Einen ge- setzlich vorgeschriebenen Zeitraum, wann Sie mit Winterreifen unterwegs sein müssen, gibt es in Deutschland nicht. Allgemein wird empfohlen, Winterreifen zumontieren,wenn die Gefahr „win- terlicher Straßenverhältnisse“ besteht. Letztlich entscheidet jeder Autofahrer selber.Wer aber bei Schnee und Eis mit Sommerreifen erwischt wird, muss mit einemBußgeld rechnen. ImZweifel gilt die Faustregel: Winterreifen „von O bis O“: von Oktober bis Ostern . Behalten Sie während der Fahrt den Durchblick – prüfen Sie, ob die Scheibenwaschanlage aus- reichend Frostschutz hat. Nur mit einsatzberei- tenWaschdüsen behalten Sie den Durchblick und die gerade auf Autobahnen rasend schnell ver- schmierte Frontscheibe sauber. Apropos „Durch- blick“: Wie alt sind Ihre Scheibenwischer ? Wenn sie schmieren, ist das imWinter doppelt unange- nehm, weil sie die Sicht erheblich einschränken. Auch,wenn Sie morgens in Zeitnot geraten:Kom- men Sie nicht auf die Idee, auf der mit Schnee und Eis versetzten Frontscheibe ein Guckloch zu kratzen.Wer so losfährt,muss mit einemBuß- geld rechnen. Wenn Sie kratzen müssen, dann auf jeden Fall mit ruhendemMotor – alles ande- re ist verboten. Besser, Sie besorgen eine Spezi- alpappe (imBaumarkt oder Autozubehör), die sie abends hinter die hochgezogenen Scheibenwi- scher legen. Das Türschloss ist zugefroren? Kleben Sie den Schlüsselschlitz einfachmit einemKlebestreifen zu. Wer mit seinem Wagen durch die Waschstra- ße fährt, sollte die Türschlösser gleich nach der Wäsche mit chemischen Enteisern oder Graphit- spray behandeln. So wird das verbliebeneWasser verdrängt und kann nicht gefrieren. Die Autobatterie muss imWinter Schwerstarbeit leisten. Das Motoröl ist zähflüssiger und verteilt sich langsamer, der Motor springt schwerer an. Sollte Ihr Auto bereits das ein oder andere Jahr auf demBuckel haben, empfiehlt sich ein Besuch bei der Tankstelle oder in der Werkstatt: Besser, die Batterie vor dem ersten Frost prüfen lassen! Licht tanken T anken Sie Licht und frische Luft, ungefähr eine halbe Stunde pro Tag. Auch wenn das Wetter nicht unbedingt einlädt, sollten Sie sich möglichst häufig nach draußen wagen. Ein aus- gedehnter Spaziergang, Joggen oder eine klei- ne Radtour fördern die Durchblutung, aktivie- ren die Immunabwehr und hellen die Stimmung auf. Zu wenig Bewegung und frische Luft ver- ursachen Sauerstoffmangel, der müde und an- triebslos macht. Regelmäßiger Sport stärkt die Abwehrkräfte und hilft, sich gegen Erkältungen zu wappnen. Und die Kleidung ? Wichtig ist, den Körper nicht durch Unterkühlung oder starkes Schwitzen zu schwächen. Kleiden Sie sich nach dem Zwiebel- prinzip : Tragen Sie mehrere Schichten überei- nander, die Sie nach Bedarf an- und ausziehen. Wie wäre es mit einem Gang in die Sauna ? Saunieren ist im Herbst und Winter besonders angesagt. Die erhöhte Temperatur tötet Krank- heitserreger ab, die kalte Dusche lässt die Blut- gefäße verengen. Durch dieses „Training“ kann unser Körper Wetter- und Temperaturschwan- kungen besser ausgleichen. Obendrein werden Kreislauf und Durchblutung angeregt. Minusgrade, eisiger Wind und feuchtes Wetter ma- chen der Haut zu schaf- fen. Lippenpflegestifte mit Bienen- oder Palm- wachs sowie Jojobaöl helfen, den Feuchtig- keitsverlust an den Lip- pen auszugleichen. Tauchen Sie doch mal ab: Gönnen Sie sich ein Wohlfühlbad mit edlen Zusätzen wie Laven- del oder Melisse . Falls Schnupfen und Erkältung schon da sind, lindert ein Erkältungsbad mit Euka- lyptus oder Thymian die Beschwerden. Gesund und lecker essen U nser Körper braucht Vitamine und Mineral- stoffe, vor allem im Winter. Dennoch raten Ärzte und Ernährungsexperten davon ab, auf zu- sätzliches Vitamin C oder auf Zink in Pillenform zu setzen. Die Mittel seien oft teuer und hätten gar keine oder nur geringeWirkung. Auf jeden Fall sind sie keine Alternative zu Obst und Gemüse. Vitamin C-Bomben sind beispielsweise Papri- ka, Zitrusfrüchte, Kartoffeln und Kohl. Zink ist in Fisch, Fleisch, Käse und Nüssen enthalten. Apro- pos Kohl:Lange Zeit als„Arme-Leute-Essen“ ver- schrien, erlebt der Kohl inzwischen ein richtiges Comeback. Das trendige Gemüse steckt voller wichtiger Vitamine, ideal für die kalte Jahreszeit. Der Grünkohl ist der Star unter den verschie- denen Sorten: Er strotzt vor Vitamin A, B und C, er hat Kaliumund gilt als das vitaminreichste Ge- müse. Am beliebtesten ist die Zubereitung mit deftiger Mettwurst oder Kassler. Der fruchtig schmeckende Rotkohl , traditionell zu Klößen und Gänsebraten, ist ebenfalls reich an Vitaminen A, B, C und enthält viele Mineral- stoffe. Er tut dem Cholesterinspiegel und dem Blutdruck gut und regelt die Verdauung. Eine Portion Rosenkohl liefert locker die dop- pelte Menge an Vitamin C wie Zitrusfrüchte oder Orangen. Der hohe Gehalt an Vitamin B ist gut für die Nerven. Experten empfehlen, den ersten Frost abzuwarten oder das Gemüse kurz vor der Zube- reitung tief zu kühlen. Der Weißkohl hat von allen Kohlsorten den höch- sten Vitamin C-Gehalt, das erst durch Kochen freigesetzt wird.Weißkohl wirkt entwässernd und senkt den Cholesterinspiegel. Rote Bete – die gesunde Rübe für kalte Tage. Sie steckt voller Vitalstoffe, die uns helfen, gesund durch den Winter zu kommen. Kalium, Eisen und Folsäure wirken blutreinigend, entsäuern den Or- ganismus, senken den Bluthochdruck und regen den Stoffwechsel an. Dem leicht erdigen Nach- geschmack, den Rote Bete im Rohzustand hat, lässt sich mit Früchten, Gewürzen und Milchpro- dukten begegnen. Anzeige Foto:©fotolia/Andrey Popov Anzeigen Weicken & Schmidt GmbH · 44139 Dortmund · Rosemeyerstraße 6 · www.weicken-schmidt.de Tapeten Fassadendämmung Werkzeug Bodenbeläge Farben Es ist wieder soweit: Der Sommer ist vorbei, die Herbst- und Wintermonate stehen vor der Tür. Sind Sie vorbereitet und fit für die kalte Jahreszeit? Unsere Checkliste erinnert, worauf Sie in den kommenden Wochen besonders ach- ten sollten. Der Winter-Check 7 6 DOGEWO21 Mietermagazin Ausgabe 04 /2017 Foto:©fotolia/Printemps Foto:©fotolia/Irina Ukrainets Foto:©fotolia/ISyda Productions Foto:©fotolia/ juefraphoto

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