Mietermagazin 01/2018

A ngestoßen von Baurat Hans Strobel, beschließt der Magistrat der Stadt Dortmund am 11. Oktober 1918 die Grün- dung der Dortmunder Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (DGSG). Es gilt, die größte Wohnungsnot zu lindern. Die Stadt verfügt erstmals über ein langfristig wir- kendes Instrument zur Gestaltung kom- munaler Wohnungspolitik. R und 40 Prozent der in DGW (Dortmun- der Gemeinnützige Wohnungsgesell- schaft) umfirmierten Wohnungen sind durch den Krieg beschädigt oder zerstört. Parallel zumWiederaufbau lässt die DGW in Brackel die erste Flüchtlingssiedlung entstehen und beteiligt sich am Neubau von Kleinsiedlungen in Oespel und Hom- bruch. Der Staat beginnt mit der öffentli- chen Förderung von Mietwohnungen für breite Bevölkerungsschichten Durch bewegende D ie Nazis preisen den Kleinsiedlungs- bau an den Rändern der Innenstadt. Entgegen aller Propaganda entstehen weniger Wohnungen als zu Zeiten der Wei- marer Republik. Pläne für eine neue „Mit- telstadt“ von Dorstfeld bis Hörde mit Wohnraum für 100.000 Menschen kommen über den 1. Bauabschnitt in Renninghau- sen nicht hinaus. 1945–1960 1933–1945 1918–1933 D ie Wohnungsnot und das Hinterhofelend der arbeitenden Massen gaben 1918 den Anstoß zur Gründung der Dortmunder Gemeinnützigen Siedlungsgesell- schaft (DGSG), der Vorläuferin der heutigen DOGEWO21. Neben der Versorgung der Dortmunder Bevölkerung mit preiswerten und zeitgemäßen Mietwohnungen hat DOGEWO21 von Anfang an Akzente in der Stadtentwicklung und in der städtebauli- chen Gestaltung gesetzt. Dabei hat sich DOGEWO21 über alle Jahrzehnte hinweg den stets wechselnden Erfordernissen des Wohnungsmarktes angepasst und sich zu einem modernen Dienstleister entwickelt, der mit Service- und Beratungsan­ geboten den engen Kontakt zu seinen Mietern pflegt und seine Bestände mit hohen Investitionen modernisiert und zukunftssicher macht. 1924:Wohnhaus an der Kronprinzenstraße 15 in der östlichen Innenstadt. 1920er Jahre:Wohnsiedlung rund um Nußbaumweg und Apfelbaum- weg mit den Resten der Wambeler Mühle. 1986: Richtfest an der Stipskuhle in Wambel. 1948:Wiederaufbauarbeiten in der Evinger Märchensiedlung. 1983:Mehrgeschossiger Wohn mit Grünflächen an der Marsb Eleonorestraße in Aplerbeck. 1973: Das Hochhaus am Löttringhauser Langeloh mit dem Ladenzentrum. 14

RkJQdWJsaXNoZXIy NjAxNTI=