Mietermagazin 01/2018

S eit 2005 betreiben Iris Brüggemann (52) und Andrea Meinert (43) ihre fünf Räume große Gemeinschaftspraxis für medizi- nische Fußpflege im „Ärztehaus“ von DOGEWO21 an der Hagener Straße 310 in Kirchhörde. Lange her also, da sich die beiden staatlich geprüften Podologinnen von ihrem gemeinsamen Chef ver- abschiedeten, um sich auf eigene Füße zu stellen. Der Schritt war richtig, davon sind sie mehr denn je überzeugt „Wir haben Zulauf aus ganz Dort- mund“, sagt Iris Brüggemann. Untersuchungen zufolge tragen diemeisten Deutschen Schuhe, die ihnen nicht passen. Während mehr als die Hälfte der Kinder in zu kleinen Schuhen unterwegs sind, laufen zwei Drittel der Erwachsenen in zu großen Latschen, heißt es. Die beiden Podologinnen Iris Brüggemann und Andrea Meinert, spezialisiert auf Diabetes-Pati- enten, können das bestätigen. Nagelpflege, Horn- haut-Entfernung, die Behandlung von„Hühnerau- gen“ - all das gehört zum täglichen Geschäft, ist aber nur die Spitze des Eisbergs.Es gibt Patienten, denen Iris Brüggemann einenMetallnagel aus dem tauben Fuß entfernenmusste. Sie erinnert sich an eine ältere Dame,die kurz vor der Amputation ihres Zehs gestanden hat,der letztlich aber durch inten- sive Behandlung gerettet werden konnte. „Die meisten Probleme treten durch falsches Schuhwerk auf“, weiß Iris Brüggemann. Verkürzte Achillesfersen durch dauerhaftes Tragen von High Heels seien keine Seltenheit.Wer seinen Schuh zu klein wählt, läuft Gefahr, dauerhaft Schäden da- vonzutragen.Je enger der Schuh, desto größer das Risiko,dass sichZehen und Füße verformen.Schä- den an Füßen und Gelenken sind programmiert. Zu große Schuhe, weiß die Podologin, sind nicht minder schädlich.„Der Fuß findet keinen Halt und rutscht in den Leerraum. Dadurch werden die Ze- hen bei jedem Schritt genauso gestaucht, als sei der Schuh zu klein.“Umso wichtiger sei es, bereits im Kindesalter auf angemessenes Schuhwerk zu achten.Kompetente Beratung sei das A undO.Ent- scheidend sei, dass Schuhe ausreichend groß und breit seien. „Drückt der Schuh an der Seite, ist es nicht damit getan,eine Nummer größer zu kaufen“, sagt Iris Brüggemann.„Dann sollteman besser auf ein Modell zurückgreifen, das weiter geschnitten ist.“Erwachsene bittet sie, beimSchuhkauf oben- drein zu berücksichtigen, dass die Füße mit der Zeit je nach Belastung länger oder breiter werden. So vielen Patienten Iris Brüggemann und Andrea Meinert auch helfen können: Für Operationen und schwere Eingriffe sind und bleiben das Klinik- zentrum Nord und das Marienhospital zuständig, mit denen sie eng zusammenarbeiten. Man könnte sagen: Es läuft rund in ihrer 100 Quadratmeter großen Praxis, in der zusätzlich zwei Angestellte arbeiten. Dass ihr Vermieter DOGEWO21 einen Hausmeister einsetzt, der bei Bedarf schnell vom Service-Büro in Löttringhau- sen ins Ärztehaus nach Kirchhörde flitzt, emp- finden sie als „angenehm und hilfreich.“ Spreiz- fuß, Senkfuß, Plattfuß: Iris Brüggemann und ihre Kolleginnen kennen alles. Ein kurzer Blick reicht, und sie wissen, ob ein Schuh passt oder nicht. Sie plädiert dafür, unseren Füßen deutlich mehr Aufmerksamkeit zu schenken.„Sie tragen uns ein Leben lang.“ Anzeige Es gibt Menschen, die auf den ersten Blick erkennen, ob ihr Gegenüber das passende Schuhwerk trägt. Iris Brügge- mann und Andrea Meinert gehören da- zu. Die ausgebildeten Podologinnen se- hen sofort, wo der Schuh drückt. GEWERBEMIETER: MEDIZINISCHE FUSSPFLEGE Wo der Schuh drückt Zeig her eure Füße: Rund 100 Quadratmeter stehen den beiden Podologinnen im Ärztehaus an der Hagener Straße zur Verfügung. Mit ihrer Praxis haben sich Iris Brüggemann (l.) und Andrea Meinert seit Jahren in Kirchhörde etabliert. 22 DOGEWO21 Mietermagazin

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