Mietermagazin 02/2018

sparkasse-dortmund.de Meins ist ein- fach. Weil die Sparkasse hilft, Ihre Wunschimmobilie zu finden und zu finanzieren. standard_2016.indd 1 17.01.2018 15:27:16 Anzeigen Sie will ihre Bleibe wohnlicher ge- stalten. Eigentlich wollen beide nur zurück in ihren normalen Rhyth- mus. In einen normalen Alltag mit einem festen Lebensmittelpunkt, wie sie ihn vor dem 21. Septem- ber kannten. Es war eine Anfrage bei DOGEWO21, die schließlich den Durchbruch brachte und die Odys- see beendete: Seit Januar dieses Jahres leben Barbara Landowska und Tochter Nikola in einer zuvor frei gewordenen Wohnung in Hör- de. Sie sagt, es nicht immer alles glatt gelaufen in den Ämtern. Und dass die Beihilfe, die sie für Haus- rat und neue Möbel, für Renovie- rung und für Umzüge erhalten hat, nicht ausgereicht habe. Unter dem Strich habe sie „mehrere tausend Euro draufgezahlt“. Sie kennt die Geschichte des Hannibals gut. Eine Betonburg, 1975 gebaut und 2004 von DOGE- WO21 verkauft. Aber dann ging der neue Eigentümer pleite und der Hannibal Ende 2011 in die Zwangs- versteigerung. Die Verwunderung war groß, als der neue Käufer 7 Mil- lionen Euro bei der Zwangsverstei- gerung für eine Wohnimmobilie be- zahlte, die laut Gutachten einen Verkehrswert von rund 3,6 Millio- nen Euro und obendrein einen Sa- nierungsbedarf von 9,2 Millionen Euro hatte. Der Mieterverein sieht seine Befürchtungen von damals bestätigt: Es sei so gut wie nichts investiert worden. Barbara Landowska sagt, das helfe ihr wenig.Sie hat sie ja nie unmittel- bar gespürt, die Gefahr, die bei der zweiten Brandschau im Septem- ber zutage trat: Wie hätte sie wis- sen sollen, dass der Brandschutz mangelhaft war, wie die Feuerwehr sagt? Dass ein Feuer im Keller oder in der Tiefgarage den Rauch bin- nen 15 bis 30 Minuten in alle Flure und Wohnungen tragen könnte? Ist ja nie passiert in all den Jahren. War die Räumung also übertrieben, wie der Vermieter, eine Gesellschaft in Berlin, sagt? Oder war sie drin- gend notwendig, weil „Gefahr für Leib und Leben bestand“, wie die Stadt argumentiert? So kommt es, dass Barbara Landowska anfangs nie recht einordnen konnte, wem sie die Verantwortung geben soll. Inzwischen weiß sie, woran sie mit ihrem Vermieter war. „Unglaublich, wie die mit Menschen umgehen“, sagt sie. Ihren Mietvertrag für die Hannibal-Wohnung hat sie vorerst behalten,„Miete zahle ich natürlich nicht.“Als sie dann im späten Janu- ar die Ankündigung des Vermieters in der Hand hielt, dass der Hanni- bal spätestens ab Mitte Februar komplett dicht gemacht werde, da war sie „erst sprachlos und dann richtig wütend.“ Da dämmerte ihr, dass sie die Hilfe des Mietervereins und des Gerichts benötigen würde, um an ihre Bücherregale, an die Ti- sche und Stühle zu kommen, die sie zurückgelassen hatte. Barbara Landowska sagt, sie sei froh über die neue Wohnung bei DOGEWO21. „Nicht jeder hatte so viel Glück.“ Barbara Landowska hat begonnen, ein Tagebuch zu führen.Sie schreibt ihre Erlebnisse seit dem 21. Sep- tember hinein. Das ist der Tag, als sie ihre Wohnung Hals über Kopf räumen musste. Sie kann nicht sa- gen, wann ihr Tagebuch enden wird. Endlich angekommen: Auch Tochter Nikola fühlt sich in ihrer neuen Umgebung wohl und hat sich längst ihr eigenes Zimmer eingerichtet. Das Reinoldus- und Schiller-Gymnasium in Dorstfeld, sagt sie, erreiche sie bequem mit dem ÖPNV. 10 DOGEWO21 Mietermagazin

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