Mietermagazin 02/2018

Malerfachbetrieb Schwamborn · Raum & Farbe · Bozener Straße 15 · 44229 Dortmund Tel. 0231 / 941 77 67 · Mobil 0160 / 444 810 3 info@maler-schwamborn.de · www.maler-schwamborn.de Wir sind Ihr zuverlässiger Partner in allen Fragen zur Gestaltung Ihrer TRäume ! Wir arbeiten zügig, pünktlich und gewissenhaft. Anzeige Anzeigen Kleistraße 44a · 59427 Unna www.schlüsseldienst-schlang-unna.de Türöffnung 24 h • Einbruchschutz • Reparaturen Tel. 02303 / 779873 Kleinzeche später nur, weil er in die Nachbarschaft nach Nette gezogen war und weil Hansemann ihm die Räumlichkeiten zumAufbau seines Museums bot. „Ich bin der Max“, sagte der Max immer. Er reichte seinen Besu- chern die Hand, und jeder wusste sofort, was mit dem Begriff Kum- pel gemeint ist. Bergleute duzen sich halt. 30 Jahre unter Tage hat- ten ihn geprägt, Rehfeld wusste zu jedem seiner Exponate etwas zu erzählen, er erklärte nicht nur den Nutzen sondern auch die Ge- schichte dazu. 2001 eröffnete er seine „BV Kleinzeche“, nachdem er einige an dicken Brettern habe bohren müssen. Denn so etwas wie ein Bergbaumuseumwar eigentlich im Ausbildungszentrum für Gerü- stbauer nicht vorgesehen. Aber er schaffte es. Rehfeld hat Exponate gesammelt, aber selbst wenn er vieles in Ei- geninitiative zu regeln wusste, brauchte es Geld. Denn die Reno- vierung der Räumlichkeiten stand an. „Ich bin damals mit dem Fahr- rad von Geschäft zu Geschäft ge- radelt und hab‘ gesammelt“, erin- nerte er sich. Selbst Bettelbriefe an Firmen hätte er geschrieben. Sei’s drum:„Inzwischen haben Tausende die Kleinzeche besucht.“ Auf dem Tisch steht immer noch der bergbauspezifische Advents- kranz: ein großes Stück schwarze Kohle mit vier Bohrkronen als Ker- zenhalter. Die Exponate sind al- le Sammelstücke, gespendet von ehemaligen Bergleuten oder deren Familien. Darunter einige Modelle von Strebausbauten wie „Ausbau einer steilen Lagerung“ oder „Koh- leabbau in flacher Lage“ von Horst Seefeldt, die einem anschaulich technische Einblicke gewähren. Die Messing-Wetterlampe von W. Geilenbrügge aus dem Jahre 1930, der man durchaus ansieht, dass sie Jahr um Jahr den Streb in 900 m Tiefe ausleuchtete, die Urkunde, die der Hauer Uwe Lev 1963 erhielt oder der Fahrstock des ehemaligen Bergwerksdirektors Bartholomae – erzählte Geschichte ist das eine, das andere sind die Dinge, die sich direkt mit der Arbeit und den Per- sonen verbinden. Fassbar. Beides zusammen ist das Beste, und das bekam man bei Max Rehfeld. Er war ein Schatzgräber, als die Koh- le noch das schwarze Gold genannt wurde, und er war einer, weil er Ge- schichten zu erzählen wusste. Wetterlütte, Stoßstempel, Spreng- tafel, Flöze, Hängen im Schacht, Arschleder – es ist auch diese Be- grifflichkeit, die in Zukunft verlo- ren gehen wird. Wer sich das aber alles noch erklären lassen möch- te, der kann sich auch weiterhin im Bergbauverein Kleinzeche melden. Man muss keine Verbindung zwi- schen dem Ende des Steinkohle- bergbaus in Deutschland 2018 und Max Rehfelds Tod herstellen – kann man aber. Glückauf, Max! FÜHRUNGEN Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Marc Kaufmann: Tel.: 0152 / 347 186 16 oder per E-Mail: marckaufmann@t-online.de . 13 Ausgabe 02 /2018 Der ehemalige Bergmann Max Rehfeld hat über die Jahre mehr als 2000 Exponate zusammengetragen. • Mit Prosper-Haniel in Bottrop schließt Ende 2018 die letzte aktive Zeche im Ruhrgebiet. Damit endet eine Ära, die das Leben ganzer Generationen ge- prägt hat. • Dortmund hat sich bereits seit Langem vom Bergbau verabschiedet: Am 31. März 1987 wurde auf „Minister Stein“ in Eving die letzte Kohle gefördert. DER LANGE ABSCHIED

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