Mietermagazin 02/2018

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ImDeutschen Fußball- museum gegenüber des Hauptbahnhofs ist das der Fall. Es ist ein Haus, in dem man sich nicht nur den 1954er Endspielball des „Wunders von Bern“ und einen Schuh Mario Götzes aus dem Endspiel 2014 anschauen kann, nein - es ist vor allem ein Museum, das Momente sammelt. Die Einrichtung vermittelt den Zeitsprung, die Möbel im 50er-Jahre-Stil, im Röhrenfernseher läuft das Berner Endspiel.„Aus demHintergrund müsste Rahn schießen“, schallt es aus der Kiste. Und dann – „TOOOR, TOOOR, TOOOR“. Herbert Zimmermanns leidenschaftliche Reportage von damals lässt Norbert Unger selig lächeln. Der 80-jährige ist aus Wuppertal angereist, um sich genau von diesem Moment einmal mehr verzü- cken zu lassen.„Das war sagenhaft damals“, er- innert er sich. 16 Jahre war er alt, als Rahn ab- zog und der Ball am ungarischen Keeper vorbei flach ins rechte Eck flog zum 3:2 Sieg der deut- schen Nationalmannschaft. Er hat es schon oft im TV gesehen, aber es ist auch ein Film, der re- gelmäßig in seinem Kopf abläuft. Das Spiel ist Teil seiner Biografie, „denn ich hab‘ das immer noch vor Augen“. Fußball vor dem Fernseher war zu demZeitpunkt genauso gruppenintensiv wie ein Stadionbesuch. Es gab damals schließ- lich nur 40 000 Geräte. Und zwar in Deutschland. Die Treffen vieler davor ließen die Stadionenge nachempfinden. Und der Jubel ebenso. Raum, Sound, Filme, 1600 Exponate, Radiore- portagen aber besonders die dadurch ange- tickten Erinnerungen der Besucher lassen aus demHaus eher eine Erlebniswelt als einen Aus- stellungsraum werden. Hinter Unger stehen zwei Studenten der Sporthochschule Köln. Max Kaltenheuser lacht. „Der Fußball von damals kommt mir fast unorthodox vor“, sagt er, „die haben alle auf dem Platz deutlich mehr Zeit als die Spieler heute. Und die Wortwahl des Repor- ters erstaunt mich auch.“Da hatte Zimmermann gerade von einer „abgetöteten Chance“ gespro- chen. Martin Schmitz findet, dass Keeper Toni Turek zumindest unkonventionell hielt. Aber na- türlich wissen sie um die Strahlkraft dieses Mo- mentes, dieses Spiels. Wenn man im Zusammenhang mit Stadien heu- te oft von Multifunktionsarenen spricht, dann trifft das auf das Fußballmuseum ebenfalls zu. Wer will, kann sich die Strahlkraft des Hauses zu Nutze machen.„Vom privaten Geburtstag bis zur Firmengala können wir hier alles veranstal- ten“, sagt Pressesprecher Nils Hotze, wenn ge- wollt mit Tanz, mit Kapelle, mit Bühne. Das An- gebot werde extrem gut genutzt, „wir hatten im vergangenen Jahr rund 200 Fremdveranstal- tungen hier“. Hinzu kommen kulturelle Events, beispielsweise Buchvorstellungen oder die Vor- stellung eines Films zu Ehren Heinz Flohes (der inzwischen verstorbene Mittelfeldspieler des 1. FC Köln war Mitglied des WM-Teams 1974) oder aber Gesprächsrunden, die die Tiefen und Untiefen des Fußballs ausloten. Es gibt, er- zählt Hotze, aber auch ein eigenes lehrplanre- levantes Vermittlungsprogramm für Schüler, die hier jahrgangsstufenspezifisch für die Fächer Deutsch, Geschichte, Gesellschaftslehre, Bio- logie und Sport lernen können. Mit einem spe- ziellen Schulklassenticket versorgt, hätten rund 10 000 Schüler im vergangenen Jahr das Muse- um besucht. Die durchschnittliche Verweildau- er eines Gastes würde bei 2,5 bis drei Stunden liegen, sehr ordentlich für ein Museum. • Das Deutsche Fußballmuseum (DFB-Museum) gegenüber dem Hauptbahnhof wurde am 23. Oktober 2015 eröffnet. • Es soll ein Erinnerungs- und Erfahrungsort für die deutsche Fußballgeschichte sein. Der Besucher wird mit modernen Ausstellungskonzepten und Medien unterhalten, die neben Fußball historischen Ereignissen auch soziale und gesellschaftliche Themen rund um den Fußballsport berühren. • Tickets und Eintrittspreise finden Sie im Netz unter www.fussballmuseum.de/besuch/preise.htm • Öffnungszeiten: dienstags - sonntags (auch feiertags) von 10 bis 18 Uhr. DEUTSCHES FUSSBALLMUSEUM Nicht nur zum Gucken: An den vielen verschiedenen Stationen im DFB-Fußballmuseum kommen ganze Familien auf ihre Kosten. Fortsetzung 15 Ausgabe 02 /2018

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