Mietermagazin 03/2018

Anzeigen Kleistraße 44a · 59427 Unna www.schlüsseldienst-schlang-unna.de Türöffnung 24 h • Einbruchschutz • Reparaturen Tel. 02303 / 779873 G aststätten – so war es zu- mindest früher – waren die Herzen der Viertel. Sie wa- ren Fluchtpunkte von der Arbeit, in ihnen pulsierte das Leben, als es virtuelle Zeiträuber wie das Inter- net noch nicht gab. Solch eine Gast- stätte war in Huckarde seit den 50er Jahren die „Burg Heisterkamp“ in der gleichnamigen Straße – und solch eine will sie auch wieder wer- den. Fast zwei Jahre nach der Schlie- ßung und einem Pächterwechsel starten Thorsten Knoke und Matthi- as Stracke durch. „Wir wollen“, sagt Knoke,„an die Tradition anschließen und wieder Dorfmittelpunkt wer- den.“ Eine Vollsanierung steht für den Neuanfang. „Weit über 700 Arbeits- stunden haben wir in die Renovie- rung der Küche und des Restaurants gesteckt“, schätzt der 47-Jährige. Er hat seine eigene Rechenart: „Unge- fähr 180 Becher Kaffee haben die Arbeiten gedauert.“ Eigeninitiative, die für den Elan steht, mit dem bei- de sich die „Burg“ sozusagen zu ei- gen machen wollen. So etwas ko- stet. Eine mittlere fünfstellige Sum- me hätten sie wohl investiert, meint Knoke. Lederbezogene Möbel, ein überarbeiteter Tresen, abgezogene Dielenböden: „Sie sehen hier nichts mehr vom Vorgänger.“ Beide bringen Erfahrung aus dem Gastronomiegewerbe mit, Küchen- meister Stracke sogar mit Ortsan- bindung. Er führte vor Jahren be- reits die „Alte Mühle“ in Huckarde. Die „Burg Heisterkamp“, den Namen hat sie, weil das runde Treppenhaus des Gebäudes an einen Turm erin- nert, ist das dritte Projekt von bei- den. Der Cateringbetrieb„Ambiente“ und das Betriebscasino im Institut für Arbeitsforschung werden eben- falls von Knoke und Stracke geführt. Über einen Bekannten hätten sie von dem Leerstand gehört und Kontakt aufgenommen. „Das war eine gute Zusammenarbeit“, resümiert Kno- ke, und es scheint, als übernähmen DOGEWO21 und beide so etwas wie die Verantwortung dafür, aus dem Haus wieder eine erste Adresse für Huckarde und darüber hinaus zuma- chen. Das Angebot der Gastronomen ist jedenfalls umfassend. Steakkar- te, Gerichte aus der heißen Pfanne, Tex-Mex-Küche – gut bürgerlich und außergewöhnlich halten sich dabei dieWaage. Dart, Kegelbahn, ein Bier- garten mit 40-100 Plätzen, ein groß- er und ein kleiner Saal und nicht zu- letzt ein Tresen in Hufeisenform sind der Rahmen für Feste und Feiern, aber eben auch für das berühmte Feierabendbier, an das sich ein al- ter Gast in der „Burg“ erinnert. „Ich hab hier gerne nach der Arbeit zwei, drei Bier getrunken“, erinnert sich Uli Puderbach, „und ich wünsche mir, dass es wieder ein Anlaufpunkt wird.“ Das wünscht sich noch einer ganz besonders. Arno Hensel näm- lich, der im September sehr gerne seinen 90. Geburtstag in der „Burg“ feiernmöchte. Der Senior hat bereits 1954 das WM-Endspiel dort gese- hen.„Mit ungefähr 200, 300 Leuten.“ So etwas bindet. Und wer weiß, viel- leicht gibt es ja auch in diesem Fuß- balljahr wieder etwas zu feiern dort. Mitten in der Huckarder Mailoh-Siedlung gelegen, war „Burg Heisterkamp“ (früher „Burgschänke“) d e r Treffpunkt für Verei- ne, Skat-Clubs und Familienfeiern. Nach dem überraschenden Aus möchte ein neuer Päch- ter die Traditionsgaststätte wieder beleben. Gaststätte Burg Heisterkamp Die Zapfhähne sind wieder geöffnet Burg Heisterkamp soll wieder zum„Dorfmittelpunkt“ der Mailoh-Siedlung werden. Matthias Stracke (l.) und Thorsten Knoke wollenwieder Schwung reinbringen. 22 DOGEWO21 Mietermagazin

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