Mietermagazin 03/2018

Wilhelm Bergmann GmbH Am Remberg 117a · 44269 Dortmund Tel. 41 75 03 · Fax 42 28 93 · www.gws-bergmann.de E-Mail: gwsbergmann@gmx.de HEIZUNG Anzeigen „Samstags war bei uns immer die Hölle los“, erzählt der 68-Jährige und schmunzelt. „Mein Schwager war Bayern-Fan, mein Vater war für Kaiserslautern und ich für Borus- sia.“ Unter anderem abzulesen an der BVB-Fahne, die Werner Staa- den als deutliches sichtbares Signal an die Nachbarn im Kleingarten ge- hisst hatte. Das mag so um 1995 gewesen sein, schätzt er. Damals lebte er im rheinland-pfälzischen Worms. Aber die Bande nach Dort- mund, die hatte er bereits in den 60ern geknüpft, als er seine Tante in Eichlinghofen besuchte und vor dem Stadion Rote Erde stand. „Die Fans, die Atmosphäre – ich fand das super“, sagt Werner Staaden. Kurz und gut: Seit 2015 wohnt er mit seiner Lebensgefährtin Brigitte (69) in einer DOGEWO21-Wohnung in Brechten. Sie haben sich übers In- ternet kennengelernt.Wer ihn fragt, warum er nach Dortmund gezogen sei, erhält folgende Antwort:„Wegen der drei großen B:Brigitte, Borussia, Brinkhoffs – in dieser Reihenfolge.“ Kaum in Dortmund, nahm ihn sein Schwager zu einem BVB-Fanclub mit.„Lief aber nicht so“, sagt Werner Staaden und gab – wie viele an- dere – seine Mitgliedschaft bald wieder auf. Es schlug die Geburts- stunde des „Fanclub Tremonia 09“, den Werner Staaden und seine Mit- streiter am 11. Dezember 2015 ins Leben riefen. 32 Mitglieder waren es bei der Gründung, inzwischen sind es 77. „Göttingen, Wolfsburg – die kommen quasi von überall her“, sagt Werner Staaden. Die Heim- spiele im Signal Iduna Park sind für ihn fast so etwas wie eine Pflicht- veranstaltung geworden, das ge- mütliche Miteinander innerhalb des Fanclubs auch. Es kann das Hörder Brückenfest sein, bei dem man sie findet. Oder das Stillleben am Bor- sigplatz, bei dem Alt-Borusse Si- gi Held vorbeischaute. Man kann die Mitglieder aber ebenso bei ei- ner Weinprobe an der Mosel fin- den und nach jedem letzten Heim- spiel der Saison im Bowling-Center an der Mallinckrodtstraße. Sie ge- hen auch der Neven Subotic-Stif- tung mit Dankesschreiben an Spen- der zur Hand, schließlich führen sie Subotic als Ehrenmitglied bei „Tre- monia 09“. Sein Vater, erzählt der Wahl-Dort- munder Werner Staaden, habe da- mals gehofft, er werde den väter- lichen Fußstapfen als Kicker beim ASV 1950 Nibelungen Worms fol- gen. Das war nichts für mich.“ Ob- wohl: Hört man ihn reden über die vergangene Saison, bekommt man sehr wohl den Eindruck, er hätte sich die Fußballschuhe so manches Mal gern selber angezogen. Nein, er war oft nicht einverstanden mit der Leistung von Schwarz-Gelb, und Le- bensgefährtin Brigitte nach Spiel- schluss dann auch nicht mit sei- ner Laune. Es kulminierte in ihrer Drohung „Ich lass‘ dich nicht mehr zum Fußball“, erzählt Werner Staa- den und weiß natürlich, dass es so ernst nicht gemeint war. Einmal hat- te er die Nase wirklich gestrichen voll. Da wollte er vor Trainer Stöger Dampf ablassen. Er hatte sich alles zurechtgelegt, fuhr zumTrainingsge- lände nach Brackel – und als Stöger dann vor ihm stand, hat er all die in- nerlich gesagtenWorte einfach nicht mehr rausbekommen.„War plötzlich alles weg“, erzählt Werner Staaden und lacht. Von der neuen Saison er- hofft er sich deutlich mehr. „Bin mal gespannt, was personell geschieht“. DOGEWO21-Mieter Werner Staaden Ein Pfälzer ist angekommen Wie könne man Fan eines Vereins sein, der rund 200 Kilo- meter entfernt ist? Werner Staaden, damals noch im rhein- land-pfälzischen Worms zuhause, hat über solche Fragen nur müde gelächelt. Klar kann man! Und das mit der Ent- fernung ist schon lange kein Thema mehr. Unübersehbar: Werner Staaden aus der Pfalz gehört zu den Mitbegründern des Fanclubs Tremonia 09. 8 DOGEWO21 Mietermagazin

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