Mietermagazin 01/2019

D ass Mengede eine ähnlich interessante Adresse werden könnte wie das Silicon Valley, scheint ausgeschlossen. Doch je- de Zeit hat ihre Errungenschaften, nie haben sie die Welt schneller erobert als heute – und das überall. Und so sitzen die Senioren, die sich zum Schnupperkurs in Sachen Tablet oder iPad an- gemeldet haben, in der Nachbarschaftsagen- tur von DOGEWO21 an der Strünkedestraße 33. Sie versuchen mit diesen vier Treffen zwischen zehn und zwölf Uhr Anschluss an die Neuzeit zu halten. Ilse Breuer ist skeptisch.„Das von früher sitzt“, meint die 81-jährige, „ich hoffe, dass ich demKurs hier noch was abringe…“Warum nicht? Bill Gates ist schließlich auch schon über 63 Jah- re alt, so neu ist die Zeit gar nicht mehr. Der Kaffee dampft, die Kekse sind selbstge­ backen, und der IT-Experte Bruno Brödner hat seinen Spaß. Er hat im Laufe der letzten vier Jah- re in Zusammenarbeit mit DOGEWO21 und dem Diakonischen Werk, das die Übungsgeräte stellt, etwa 150 Senioren den Umgang mit der Technik beigebracht. Die Recherche imNetz, das Herun- terladen von Apps, das Fotografieren mit dem Handy:„Es kommen immer noch welche inmeine Sprechstunde und fragen nach, wenn sie etwas Neues wissenwollen“,meint er,„daranmerke ich, dass sie dabeigeblieben sind.“ DOGEWO21 bie- tet solche Kurse kostenlos in seinen vier Nach- barschaftsagenturen an, die da sind in Wambel (Gesslerstraße 2), Löttringhausen (Langeloh 18), geplant in Wickede (Brütingsweg 11) und eben in Mengede. „Ich habe den Eindruck, dass un- ser Angebot gut ankommt und wir das fortset- zen können“, nimmt Katja Sievert von der Sozia- len Quartiersentwicklung bei DOGEWO21 an.Wer sich informieren möchte, der kann das unter www.nachbar- schafts-agentur.de tun. Oder sich gleich anmelden unter 0231/1083-321. „Ich bin ganz neu mit meinem Smartphone unterwegs“, sagt Helga Knirr, „und mein Kopf raucht entsprechend.“Dass das Leben mit der Technik bereichernd sein kann, weiß die 71-jährige Ursula Ladberg bereits. Zwar kennt sie das Gefühl der Überforderung ebenfalls, „aber ich habe ja einen Enkel, der mir das zeigen kann.“ Werner Jungwirth hat in der Runde einen leichten Vorsprung. Er arbeitete zu Berufszeiten schon mit Computern, ist aber vor sechs Jahren in Ren- te gegangen und hat seitdem„PC-mäßig das Ge- hirn ausgeschaltet“. Nun glimmt es wieder. Dass der Bildschirm bereits auf Tippen und Wi- schen reagiert, ist manchem unklar, der die Ta- statur noch wie zu Schreibmaschinenzeiten benutzt. „Man kann schon noch ohne“, findet Doris Me- yer (79),„aber interessant ist es doch…“ Sie haben alle von den Auswüchsen gehört, die die sozialen Netzwerke mit sich gebracht haben, die mitunter zu Zeiträu- bern undMobbingplattformen geworden sind. Da wollen sie nicht hin. Aber mal gucken, wie’s am neuen Urlaubsort aussieht, das Hotel buchen – da offenbart sich der Nutzen.„Meiner ist wieder ausgegangen“, murmelt Ilse Breuer und meint den Bildschirm. „War der Energiesparmodus“, erklärt ihr Brödner. „Ich hab’s“, ruft sie, „Werner hat mir geholfen.“ Eben ganz in der Tradition der Nachbarschaftsagentur. PC-Kurse für Senioren Die neuen „Silver-Surfer“ Chatten mit der Enkelin oder Online-Überweisungen: Tablets und Computer bereichern auch den Alltag älterer Menschen. DOGEWO21 bietet Kurse kostenlos an. „ Ich bin ganz neu mit meinem Smartphone und mein Kopf raucht entsprechend. “ Banking, wann, wo, wie Sie wollen. Wann Sie wollen. Wo Sie wollen. Wie Sie wollen: Wir sind auch online für Sie da. Erfahren Sie mehr über unsere digitalen Services in einer unserer Filialen oder auf dovoba.de Über 80 digitale Services und unsere persönliche Beratung in Ihrer Filiale vor Ort. IT-Experte Bruno Brödner (M.) steht sei- nen Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite. 11 Ausgabe 01/2019

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