Mietermagazin 02/2019

Malerfachbetrieb Schwamborn · Raum & Farbe · Bozener Straße 15 · 44229 Dortmund Tel. 0231 / 941 77 67 · Mobil 0160 / 444 810 3 info@maler-schwamborn.de · www.maler-schwamborn.de Wir sind Ihr zuverlässiger Partner in allen Fragen zur Gestaltung Ihrer TRäume ! Wir arbeiten zügig, pünktlich und gewissenhaft. E s sah nicht gut aus für die 84-jäh- rige Mieterin. Ein Sturz in ihrer Wohnung in der östlichen Innenstadt zwang die Seniorin erst ins Kranken- haus, dann ein Jahr lang in die stati- onäre Pflege. Ihre Wohnung? Wollte sie auf gar keinen Fall aufgeben.Ohne bauliche Maßnahmen allerdings war an eine Rückkehr in die angestammte Umgebung nicht zu denken.Wie sollte die Seniorin es schaffen,die 40 Zenti- meter hohe Einstiegshürde in die Du- sche zu bewältigen? Ein typischer Fall für Petra Bank und Jan Hoppmann, die beiden Wohnbe- rater vom Kreuzviertel-Verein. Nach endlosen Gesprächen und zähen Verhandlungen mit dem Vermieter (Hoppmann: „Wir standen teilweise zu sechst in der Wohnung“) kamend- lich der Durchbruch,imwahrstenSinn des Wortes: Der Vermieter erklärte sich bereit, Teile der Speisekammer abzuknapsen und sie dem dann grö- ßer werdenden Duschbereich zuzu- schlagen.Die 40-Zentimeter-Barriere fiel weg. Ergebnis: die Seniorin konn- te zurück in ihre Wohnung. „Der Ver- mieter hat hart, aber fair verhandelt“, erinnert sich Jan Hoppmann.Die Um- bauten, mehrere tausend Euro teuer, fing er durch eine Mieterhöhung von 75 Euro/Monat auf. Ein Erfolg für die Wohnberater, die jährlich bis zu 250 Hausbesuche ab- solvieren und 350 bis 450Mieternmit Tipps und Anregungen unter die Arme greifen. Alles kostenlos.„Wir sind kei- ne Kontrollinstanz und machen kei- ne Vorschriften“, betont Petra Bank. „Wir sensibilisieren und gebenTipps.“ Sie kommen auf Wunsch desMieters, werden von Sozialdiensten und Seni- orenbüros vermittelt. Und sie wissen genau, wo in Wohnungen Gefahren lauern und Stolperfallen liegen. Sie wissen, was es für ältere Menschen heißt, wenn Badewannen zu hoch sind, umüberhaupt hineinzukommen oder der Einstieg in die Dusche zur unüberwindbaren Hürde wird. „Es werden immer noch viel zu wenig barrierefreie oder wenigstens barrie- rearmeWohnungen gebaut“, sagt Pe- tra Bank. Sie versuchen entgegenzu- wirken.Mit Aufklärung, Beratung und überhaupt einer geballten Ladung Wissen, das sie auch in Vorträgen bei der Handwerkskammer oder vor Architekten weitergeben: DIN-Nor- men, technische Vorgaben, mögliche Zuschüsse der Pflegekasse im Fal- le von Umbauten – das Duo von der Kreuzstraße ist ein gefragtes Exper- tenteam. „In 60 Prozent aller Fälle geht es um Probleme im Badezimmerbereich“, weiß Jan Hoppmann. Manche las- sen sich tatsächlich allein durch Um- bauten lösen, andere hingegen durch relativ kleine und bescheidene Hilfs- mittel. Einen Badewannendrehsitz oder ein Badewannenbrett beispiels- weise haben sie immer zur Hand.Und sei es nur zur Probe; als Test, in dem sie ausloten,wie ältereMenschenmit solchenHilfsmitteln zurechtkommen. Führt an einem Umbau kein Weg vor- bei, geben dieWohnberater den Seni- oren auf Wunsch auch schon mal Ge- leitschutz bei den Verhandlungenmit ihremVermieter, die oft von einer Ver- änderung erst überzeugt werdenwol- len. „Mit den Bauleitern von DOGE- WO21 kannman darüber reden“,stellt Jan Hoppmann fest. Es kommt selten vor,dass sie kapitulierenmüssen,weil die Wohnung nur schwer umzubauen ist oder weil sich der Vermieter par- tout sträubt. Und dann? „Empfehlen wir auch schon mal einen Umzug“, sagt Jan Hoppmann. Kreuzviertel-Verein Ratgeber für sicheresWohnen Sie lassen keine Fremden ohne Ausweis in Ihre Wohnung? Gut so. Es sei denn, Petra Bank und Jan Hoppmann klingeln an der Tür: Die beiden Wohnberater vom Kreuzviertel-Verein kommen um zu helfen. Sie wissen, wie sich Wohnungen passgenau für die Bedürfnisse älterer Menschen umgestalten lassen. Petra Bank und Jan Hoppmann stehen den Mietern mit wertvollen Tipps zur Seite. Kreuzviertel-Verein Die Wohnberatung des Kreuzviertel- Vereins, die von DOGEWO21 unterstützt wird, gibt es seit 1989 und feiert 2019 das 30-jährige Bestehen. Kontakt: Petra Bank und Jan Hoppmann Tel.: 02 31/ 12 46 76. 10 DOGEWO21 Mietermagazin

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