Mietermagazin 02/2019

W er zur Friseurin geht, nur um sich die Haare schneiden zu lassen, der kann eine Menge von denen lernen, die einen Salon aufsuchen, um et- was Gutes für sich zu tun. Wenn man sich mit Petra Wagner unterhält, die seit 20 Jahren die Cut Compa- ny im DOGEWO21-Gebäude an der Landgrafenstra- ße 101 führt,versteht man,warumein Besuch imSa- lonmehr ist als eine reine Angelegenheit des Zwecks. Solch ein Besuch bedient ein Gefühl – und das ist mehr als „Haare ab“. „Jemanden besser aussehend zumachen,das ist der Anspruch, den ich habe“, sagt die 58-jährige. Dafür Lebenserfahrung und Kreativität einzusetzen,macht sie zufrieden.„Das ist mein Leben,ichmöchte nichts Anderes machen.“ Sie wusste schon früh, dass es in dieRichtung gehen sollte.„Friseurbesuchewaren Lu- xus“,erinnert sie sich an ihre Jugendzeit,„also haben wir uns in der Familie und später ichmit Freundinnen immer selber die Haare gemacht.“ Kurz dachte sie nach der Schulzeit daran, Kran- kenschwester zu lernen. Als dann aber die Möglichkeit der Ausbildung zur Friseurin in einem kleinen Sa- lon bestand, griff sie zu. Nach Jahren der Arbeit als angestellte Friseurin belebte sie einen ebenfalls früh ge- hegtenGedanken.„ImGrundewusste ichmit 15 schon,dass ichmich selbstständigmachen würde – ohne zuwissen,was damit alles zusammen- hängt.“Heute führt die Friseurmeisterin selber einen Ausbildungsbetrieb. Eine 92-jährige Dame frisiert sie bereits seit über 40 Jahren, andere fast so lange. Schon früher ist ihr das Ladenlokal an der Kreuzung Ruhrallee/Landgrafenstraße aufgefallen, das seit den 50er Jahren Friseurgeschäfte beherbergt.„Dass esmir später mal zur Übernahme angeboten werden würde, betrachte ich heute als Vorsehung“, so Petra Wagner. Es ist das Kommunikative, dass sie über ih- ren Job hinaus liebt. „Arbeit am Schreibtisch wäre nichts fürmich gewesen“,ist sie sicher.Beratung,wo- zu auchmedizinische Aspekte gehören,wenn es z.B. um Allergien geht, gehört genauso dazu wie das Fri- sieren. Natürlich auch die Typberatung. Es gab Ende der 80er Jahre mal die Zeit, dass alle wie Meg Ryan aussehen wollten, wie Madonna, Nena, Cher… Nur: Es sollte zum Typ passen. „Und dafür braucht man Kreativität“,meint sie.Denn nicht alleWünsche seien er- füllbar –manchmal sind eben dieHaare zu dünn oder der Haaransatz hinten zu hoch. Hochzeitsfrisuren, Extensions,Tapes,dekorative Kosmetik wie Schmin- ken,Wachsen – die Cut Company bietet das gesamte Wohlfühlpaket.„Ich habe in der Popper- und Punker- ära gelernt“, stellt sie fest – sie kann fachlich nichts mehr erschüttern. 450 Friseure gebe es in Dortmund und Umgebung. Eine Menge, findet sie, und das Geschäft würde im- mer härter. „Weil es immer billiger wird, zum Friseur zu gehen“, kritisiert sie. Es sei unmöglich, für acht Euro jemanden zu frisieren und dann noch mit dem Geld hinzukommen. In ihrem Genre gab es deutsch- landweit nur etwa 4.000 Auszubildende – ebenfalls ein Problem. Beirren lässt sie sich nicht. „Jede Fri- seurin muss sich ihren Kundenstamm aufbauen“, sagt Petra Wagner. Sie hat es geschafft. Die Rente hat sie noch nicht im Visier. „Was soll ich zuhause?“, fragt sie. Friseurbesuche sind schließlich Luxus, da geht sie doch gerne jeden Tag in ihren Salon. Außer montags natürlich. Vor 20 Jahren hat Petra Wagner ihren Salon Cut Company im DOGEWO21-Ladenlo- kal an der Landgrafenstraße eröffnet. Das Geschäft läuft gut. Es bedient ein Lebensgefühl, das weit über Haareschneiden hinausgeht. Gewerbemieterin Petra Wagner Die Kopfarbeiterin FÜR SIE. MIT HERZ & MEISTERHAND. Hartwig & Schwibbe GmbH | Feldstraße 28-34 | 44141 Dortmund 24h Notruf | Telefon 0231 - 5 75 85 95 | www.hartwig-schwibbe.de Kleistraße 44a · 59427 Unna www.schlüsseldienst-schlang-unna.de Türöffnung 24 h • Einbruchschutz • Reparaturen Tel. 02303 / 779873 In guter Tradition: Das DOGEWO21-Ladenlokal an der Ecke Landgrafenstraße/Ruhrallee beherbergt seit den 50er Jahren Friseurgeschäfte. „ Das ist mein Leben, ich möchte nichts Anderes machen “ 22 DOGEWO21 Mietermagazin

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