Mietermagazin 02/2019

W er beispielsweise aus politischen Gründen seine Heimat verlassen muss, hält oft an Traditionen fest, die wie ein Ankerplatz für die Erinnerungen wirken. Das ist auch Wijeyaragavan Sripathmanathan nicht anders ergangen, seit er vor mehr als 20 Jahren aus Sri Lanka nach Dort- mund kam. Für den heute 56-jährigen Schweißer und DOGEWO21-Mieter war der Sport solch ein Ankerplatz. Sripathmanathan spielt seit seiner Kindheit Cricket, jenes dem Baseball ähnliche Schlagballspiel, das weltweit nach dem Fußball als zweit meist gespielte Sportart gilt. Weltweit vielleicht – in Dortmund sicherlich nicht. Seit 2004 gibt es den Dortmund Cricket Club (dortmundcricketclub.de ). Sripathmanathan ist der derzeitige Präsident. Obschon es den Verein, der in der Bundesliga spielt und aktueller Deut- scher Meister ist, schon 15 Jahre gibt, ist die An- zahl der aktiven Spieler mit 25 noch nicht allzu hoch. Das will er ändern. Die Turnhalle der Nordmarkt-Grundschule am Sonntagmittag: Acht, neun Sportler, unterteilt in Werfer (bowler) und Schlagmänner (bats- men), werfen sich Tennisbälle zu, schwingen das Schlagholz. Tennisbälle, weil sie das Wintertrai- ning in der Halle durchführen, denn die Original- bälle sind knallhart. „Je nachdem, wie sich das Wetter entwickelt, spielen wir ab April wieder draußen“, sagt Mannschaftskapitän Vaseekaran Aritharan. Draußen, das heißt in Recklinghausen. „Wir su- chen dringend einen Platz in Dortmund“, meint Sripathmanathan, „er muss aber größer als ein Fußballplatz sein.“ Ravi Navaratnam, Chair- man des Dachverbandes Deutsche Cricket Uni- on (DCU), umreißt die Größe:„80 mal 120 oder 70 mal 100 Meter. Wir würden das Gelände kaufen oder pachten.“ Selbst wenn man sich größenmä- ßig beschränken würde, könnte man sich keinen Platz mit einem Fußballverein teilen, weil der Ra- sen ebenmäßig sein muss. Mit dem Dortmunder Stadtsportbund habe man einen Partner gefun- den, der die Platzsuche unterstütze. Solch eine (zumindest für Deutschland) exotische Sportart sucht natürlich nach Mitspielern. Weil die Ausrüstungskosten nicht gerade billig sind, wird Anfängern die Spielkleidung gestellt. Ver- einsbeitrag im DCC monatlich: zehn Euro. Im ver- gangenen Jahr hat die DCUMannschaften in Köln, Kassel, Arnsberg und Eschborn initiiert und aus- gestattet. In Dortmund jedenfalls stimmt die Tri- kotfarbe – sie ist schwarzgelb. Sashvin ist fünf Jahre alt, seine Schwester Tha- nusha acht. Sie sprinten und werfen, das Training ist anfangs wie ein Familientreffen. Bis dann al- le da sind und die Würfe härter werden.„Wir wür- den auch gerne eine Frauenmannschaft aufbau- en“, erzählt Navaratnam, es gebe nur keine Inte- ressentinnen. Der Dortmunder Vereinspräsident Wijeyaragavan Sripathmanathan hat sich also viel vorgenommen für 2019:eigener Platz undMitglie- derwerbung. Für seine Spiele fährt er manchmal bis nach Bonn. Wer eine außergewöhnliche Sportart betreiben möchte, deren Spiele manchmal bis zu fünf Ta- ge dauern, der kann sich bei Mannschaftskapitän Vaseekaran Aritharan melden: 0176/84 93 58 82. Und bevor jetzt einer angesichts der fünf Tage die Hände über demKopf zusammenschlägt: Es geht auch kürzer. Die langen Spiele sind internationa- len Spitzenteams vorbehalten. Diemeisten Spiele gehen lediglich über 80 Minuten. Vor mehr als 20 Jahren kam DOGEWO21-Mieter Wijeyaragavan Sripathmanathan aus Sri Lanka nach Dortmund. Seine Sportart ist für hiesige Verhältnisse unge- wöhnlich: Er ist Präsident des Dortmunder Cricket Club. Ihr qualifizierter Fachbetrieb für Dortmund im Bereich: • Sanitär- und Heizungsanlagen • Gas-Sicherheit • Regenerative Energien www.diga.de 02 01- 56 06 200 24 h Hängebank 13 | 45307 Essen Anz_diga_Dogewo_214x96.indd 1 22.05.13 11:14 Wijeyaragavan Sripathmanathan beim Training in der Halle. 8 DOGEWO21 Mietermagazin DOGEWO21-Mieter Wijeyaragavan Sripathmanathan Cricket: Der Meister kommt aus Dortmund

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