Mietermagazin 03/2019

Fassadengestaltung • Anstricharbeiten • Lackierarbeiten Tapezierarbeiten • Kreative Maltechniken • Dekorputze Spachteltechnik • Wasserschadenbeseitigung Vinyldesignböden • Holzschutzanstriche • Seniorenservice Gansmannshof 1 44269 Dortmund Telefon 0231 / 47797430 Fax 0231 / 47797431 Mobil 0176 / 38814334 Malerwerkstatt Haselhoff Gestalten Erhalten Schützen www.malerwerkstatt-haselhoff.de Malerwerkstatt-Haselhoff@gmx.de 13 Ausgabe 03 /2019 etc.:„Für rund 300 Euro imJahr kann man seinen Spaß haben.“ Ohne die Kosten für Strom und Wasser natür- lich. Das Prozedere ist so:„Die Stadt verpachtet an uns, und wir weiter an die Kleingartenvereine.“ Zur Pacht kommt einmalig das, was man an den Vorpächter als Abstand für die Hütte, Pflanzen etc. zahlen muss. Bei Jessica Erbe vomGarten nebenan waren das 1800 Euro.Erbe (Name ge- ändert) ist 38 Jahre alt, Bibliotheka- rin und als solche das Gärtnern nicht gewohnt. „Man lernt mit jedem Gar- tenjahr“, sagt sie und lacht. Misser- folge, im vergangenen Jahr der Mais, stehen Superernten wie die bei den Tomaten und Zucchini gegenüber. Nun wissen sie und ihr Mann eben- falls, was sie an ihremGarten haben. „Unkraut jäten ist inzwischen wie Meditation“, meint sie. Aber sicher- lich: Sie spürt Schmerzen von Mus- keln, von denen sie bis dato gar nicht wusste, dass sie sie überhaupt hat. Im Mittelpunkt allerdings steht, das ist bei Schreibers nicht anders, dass die Kinder sehen sollen,dass die Erd- beeren nicht in den Regalen der Su- permärkte wachsen.Man kriegt auch schnell mit,dass es sich lohnt,die Jo- hannes- und Stachelbeersträucher mit Netzen abzudecken - um zu ver- hindern, dass die Beeren von Vögeln gefressen werden.Naturkunde eben. Der Spielplatz neben dem Ver- einsheim der Anlage ist für alle Kin- der der Anlaufpunkt - auch für die vierjährige Semina.„Für mich ist das hier wie Urlaub“, findet ihre Mutter Daniela Domitrascu. Die 34-jähri- ge Angestellte und ihr Mann haben ihren Garten erst vor wenigen Wo- chen übernommen. Aus dem Boden sprießt bunt und unermüdlich, was die Vorgänger schon vor längerer Zeit gepflanzt haben, aber die Laube ist schwer in die Jahre gekommen, da ist es mit einem Anstrich nicht ge- tan. „Um die müssen wir uns zuerst kümmern“, sagt Seminas Vater Alin Semjon. Er ist Elektriker. „Handwer- ker kriegen das schnell hin“, ist sich Heinz-Hubert Schulz sicher. Er ist Vorstandsmitglied des Kleingarten- vereins „Hafenwiese“ und sieht den Generationswechsel mit Freuden. „Wir achten bei der Vergabe der Gär- ten auf junge Familien mit Kindern, weil wir die Jugend fördern wollen.“ Gegenüber dem Spielplatz liegt das Stück Land von Fikri Aybey (39), sei- ner Frau Emrah (32) und den beiden Kindern Samed und Semi (beide vier Jahre alt).Emrah Aybey hat sich zu ei- nem Schläfchen auf eine Liege nach draußen gelegt. „Wir wollten immer einen eigenen Garten habe“, sagt der Anlagenführer.Noch sei seine Ahnung vomHegen und Pflegen nicht beson- ders ausgeprägt,„aber ich lerne alles von den Nachbarn“. „Abgesehen da- von“, mischt sich Schulz ein, „haben wir auch Fachberater im Verein.“ Die türkischen Kleingärtner, so Heri- bert Werner vom Stadtverband, kä- men aus einer unterschiedlichen An- bautradition. „Die bringen ganz an- dere Kulturen mit und wollen eher Ackerbau machen, als Blumen an- zupflanzen“, so der Gärtnermeister. „Chilis, Auberginen, Tomaten – Sor- ten, die wir oft gar nicht kennen. Da kann man noch was lernen.“ „Man muss aber auch vorsichtig sein“, meint Heinz-Hubert Schulz dazu.Nicht alles gedeiht,weil das Klima doch unterschiedlich ist. „Früher war Unkrautjäten doof“, er- innert sich Jens Schreiber an sei- ne Kindheit im elterlichen Garten. Aber wenn das Gemüse gedeihen soll, muss halt gejätet werden. Es werde immer wichtiger zuwissen,wo das Essen herkommt. Für ihn und auch Jessica Erbe ist die Mischung aus Idylle und pulsieren- der Nordstadt genau das Richtige. Sie wohnen gerne in der Gegend. Die Erbsen sind gelegt, Wassermelonen und Kürbis kommen noch, und dass er sein Bier selber braut, setzt der Gemütlichkeit noch die Krone auf. Jessica Erbe hat von ihm erfahren, dass Gärtnern Spaß machen kann. Und auch, dass in der Anlage noch eine Parzelle frei sei.„Ich habe schon mehrere Gärten vermittelt“, meint Schreiber. Emrah Abey ruht, die Kinder spielen, nebenan gräbt einer, gegenüber wird geharkt. „Man ist in seiner eigenen Welt“, findet Daniela Domitrescu.Der Verkehr auf der Schützenstraße ist gewiss nicht leise, „aber irgendwie lerne ich, die Autos zu ignorieren“. Rückzugsraumsagt dieWissenschaft dazu. Schrebergarten alle anderen. Grüne Höchste Zeit! Der Johanniter-Hausnotruf. Ein Zuhause schenkt Vertraut- heit und Geborgenheit. Wer aber hilft im Notfall? Der Hausnotruf der Johanniter schenkt seit 20 Jahren Sicherheit. Wir sind täglich rund um die Uhr erreichbar und garantieren schnelle Hilfe auf Knopfdruck. Servicenummer: 0800 88 11 220 (gebührenfrei) Familie Schrei- ber steht für ei- ne neue Gene- ration junger Kleingärtner, die ihren grünen Rückzugsraum in der Groß- stadt gefunden haben.

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