Mietermagazin 03/2019

M it Thavarajah Prenkumar hat die Pizzeria Romana an der Klönnestraße 53 einen neuen Päch- ter. Aber einen, der das Geschäft schon kennt.Denn der 29-jährige ge- borene Sri Lanki hat die Pizzeria An- fang des Jahres von seinem Cousin Thavarajah Jeyakumarr übernom- men und selber bereits dort als Bä- cker gearbeitet. Es bleibt eben alles in der Familie. Das könnte ein Merk- mal sein, das Sri Lankis mit den Ita- lienern verbindet. Der 28 Jahre alte Jeyakumarr kam als Kind politisch verfolgter Eltern 1998 nach Deutschland. Dass man Tausende Kilometer weit weg von der Heimat sein kann, die Ereignis- se dort einen allerdings immer noch betreffen, hat er vor Wochen erfah- ren. Bei der Anschlagsserie am Os- tersonntag „waren zwei Bekannte unserer Familie unter den Opfern“. Es sei nicht ganz einfach gewesen nach seiner Ankunft in Deutschland. „Ich habe mich fremd gefühlt“, er- innert er sich. Aber nach einem Ur- laub in Sri Lanka blieb die Erkennt- nis, „dass ich mich da noch fremder gefühlt habe“. Inzwischen ist er ein- gebürgert. „Seit vier Jahren bin ich Deutscher“, sagt er. Tellerwäscher, Küchenarbeiter, Pizzabäcker – ein nicht ganz untypi- scher Berufsweg für Flüchtlinge.„Du musst Dein Glück probieren, wenn Du weiterkommen willst“, das sei seinMotto gewesen. Also übernahm er die Pizzeria 2015, in der er bereits seit 2009 gearbeitet hat. Seit den 80er Jahren existiert eine Pizzeria in der DOGEWO21-Immobilie. „Der Anfang war schwer“, so Jeyakumarr, „wir mussten Vertrauen gewinnen.“ Die günstigste,gute Pizza sei das Ziel gewesen. Inzwischen ist „Romana“ auch bekannt für ihre Brötchen, die nach Wunsch der Gäste gefüllt wer- den.„Auch die Lasagne,diewir jeden Tag frisch zubereiten, ist eine Spezi- alität von uns.“ Sie essen alles sel- ber immer wieder gerne. „Eigentlich ist man ja irgendwann gelangweilt von der eigenen Küche“, ruft Mitar- beiter und Freund Amu Kumar aus der Küche, „aber bei einer Pizza ist das anders.“ Dass Jeyakumarr die Pizzeria an sei- nen Cousin Premkumar weiterver- mittelt hat, hängt mit besonderen Umständen zusammen.„Meine Frau und ich haben ein Kind bekommen“, erklärt er,„da sind bis zu 280 Arbeits- stunden im Monat zu viel.“ Aber er wird weiter dort arbeiten, kein Prob- lem. Es bleibt ja in der Familie. 1998 aus Sri Lanka nach Deutschland gekommen, hat Thavarajah Prenkumar die „Pizzeria Romana“ in der Klönnestraße aufgebaut. Für seinen Nachfolger hat er auch schon gesorgt. Gewerbemieter: Pizzeria Romana Bleibt alles in der Familie 22 DOGEWO21 Mietermagazin Die Pizzeria Romana ist zu einer beliebten Adresse in der östlichen Innenstadt geworden. Thavarajah Jeyakumarr Pizzeria Romana bietet ein günstiges Firmen-Angebot an, um die Arbeitnehmer der Gegend mittags mit Kohlehydraten und Vitaminen zu versorgen. Fünf Euro kosten eine Pizza oder ein Salat dann, telefonische Bestellung unter Tel.: 02 31/ 56 55 955 . Deutsche Bahn, Polizei und Feuerwehr gehören zu den Kunden. Die Familien- pizza mit einem Durchmesser von circa 45 cm und einem Belag nach Wahl ist für 14 Euro zu kriegen. Lieferung bis vier Kilometer frei Haus ab einem Bestellwert von 9,50 Euro.

RkJQdWJsaXNoZXIy NjAxNTI=