Mietermagazin 04/2019

M ehr als drei Viertel der Internet- nutzer in Deutschland kaufen Waren und Dienstleistungen im Inter- net. Das entspricht rund 50 Millionen Online-Käufern, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. An erster Stelle stehen Kleidung und Schuhe (67 Pro- zent).Möbel, Spielzeug und weitere Gebrauchsgüter folgenmit 52 Prozent. Auch Urlaubsunterkünfte (42 Prozent) und Eintrittskar- ten (41 Prozent) werden häufig per Klick gebucht. Das gilt auch für Weihnachtsgeschenke. Doch vor dem Start der virtuellen Ein- kaufstour gibt es einige Regeln zu beachten. Wir fassen die wich- tigsten zusammen. Widerruf Als Verbraucher steht Ihnen in den meisten Fällen ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Das heißt, dass Sie sich während dieser Frist ohne Angabe von Gründen vomVertrag lösen können. Diese Wider- rufserklärung sollten Sie am besten per E-Mail, Post oder Fax an den Online-Händler schicken. Ware zurücksenden Grundsätzlich gilt, dass der Händler die Ware auch ohne Original- verpackung zurücknehmend muss. Anders lautende Spielregeln in den AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) sind nach Angaben der Verbraucherberatung unwirksam. Bei manchenWaren (etwa bei speziell versiegelten DVD oder CD) kann das Widerrufsrecht durch Entfernung der Originalverpackungen erlöschen. ImZweifel, so die Verbraucherberatung, kann es sinnvoll sein, Originalverpackungen noch eine Weile aufzubewahren. Einkaufsfallen Hinter Online-Händlern können sich Betrüger verbergen, die Käufer mit Fake-Shops (gefälschten Verkaufsplattformen) in die Falle lo- cken. In aller Regel gilt: Finger weg,wenn Sie auf der Seite keine Wi- derrufsbelehrung finden. Unter der Ru- brik „Kontakt“muss eine E-Mail-Adres- se oder eine Telefonnummer angegeben sein. Finden Sie nur ein Postfach, eine Postbox oder eine teure Rufnummer, sollten Sie die Seite verlassen. Als un- seriös gelten Shops, die kein Impressum haben. Summieren sich in einem Shop auffallend extrem günstige Angebote, sollten Sie genauer hinsehen: Es kann sich um Lockvogel-Angebo- te handeln. Und: Fake-Shops schmücken sich gern mit Gütesiegeln ohne jede Aussagekraft. Durch einen Klick auf das Siegel können sie herausfinden, ob es mit einem Zertifikat des Siegel-Betreibers verbunden ist. Falls nicht, dürfte es sich um eine Fälschung han- deln. Vorsicht auch bei überschwänglichen Kundenbewertungen: Häufen sich solche Lobeshymnen, kann das ein Indiz für betrüge- rische Machenschaften sein. Zahlungsmethoden Der Händler muss auf der Internetseite angeben,welche Zahlungs- mittel er akzeptiert. Die sicherste Variante ist nach Angaben der Verbraucherzentrale noch immer die Zahlung nach Erhalt einer Rechnung oder die Erteilung einer Einzugsgenehmigung: Die Rech- nung wird erst bezahlt, wenn die Ware eingetroffen ist. Vorteil: Sie gehen kein Risiko ein, eine falsche oder fehlerhafte Ware zu erhal- ten und anschließend Ihrem Geld hinterherzulaufen. IHRE RECHTE ALSVERBRAUCHER Einkaufstour im Internet Rituale pflegen Morgenmuffel hassen es, wenn unmittelbar nach dem Aufstehen Überra- schungen auf sie warten. Und klar: Es dauert, den eigenen Biorhythmus an neue Aufstehzeiten zu gewöhnen. Mit Hilfe von individuellen, festen Ritualen klappt das leichter. Etwa, mit einer Tasse Kaffee am Frühstück- stisch zu sitzen und die Zeitung zu lesen. Für ein entspanntes Aufstehen hilft es, wenn Sie bestimmte Schritte bereits am Vorabend erledigen: die Kleidung griffbereit legen, den Frühstückstisch decken oder schon mal den Tagesablauf durchplanen Frühstücken Auch frühstücken ist heutzutage nicht mehr jedermanns Sache. Laut einer Umfrage des Online-Portals „Statista“ frühstücken 33 Prozent der Frau- en und 31 Prozent der befragten Männer nur „manchmal“, etwa am Wo- chenende. Wichtig ist es trotzdem: Wer morgens frühstückt, kurbelt den Stoffwechsel an, führt seinem Körper Energie zu und sorgt dafür, dass Leistungsfähigkeit und Konzentration hoch bleiben. Wasser - außen und innen Es mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein: Aber ein lauwarmes Glas Wasser nach dem Aufstehen ist für unseren Körper ideal. Es regt Stoffwechsel, Verdauung und Nie- rentätigkeit an und gleicht den Wasserver- lust beim Schlafen aus. Ebenfalls empfeh- lenswert und keineswegs nur für Hartgesotte- ne ist das kalte Duschen. Klar, das kalteWasser bedeutet für den Körper eine kleine, aber effek- tive Stresssituation. Der Vorteil:Wir schalten so- fort einen Gang hoch und werden munter. Medizi- ner empfehlen, nicht gleich unters eiskalte Wasser zu springen, sondern mit kühlemWasser an Füßen und Beinen zu beginnen. Das schont das Herz. Weitere nützliche Tipps rund ums Online-Shopping finden Sie im Netz unter www.verbraucherzentrale.de INFORMATIONEN Foto:Adobe Stock©Peter Atkins Foto:Adobe Stock©iAdobestock13 Foto:Adobe Stock©DavidPrado 7 Ausgabe 04 /2019

RkJQdWJsaXNoZXIy NjAxNTI=