StadtWohnen - Mietermagazin 01/2020

L uay (5) flüstert „Pst, da wird ge- lesen“ als Heike Klumbies, Leite- rin der Kita Fabido an der Born- straße 52, die Tür ins Nebenzimmer aufmachen möchte. Ja dann… bleibt sie eben zu. Lesen verlangt Rück- sichtnahme. Eine Vokabel, die in der Einrichtung mit 50 Kindern und acht Mitarbeiterinnen großgeschrieben wird. Das Sich-Kümmern hat ihr den Deutschen Kita-Preis 2019 einge- bracht. Die Urkunde, unterzeichnet von der Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, macht das Gan- ze aktenkundig. Ausgezeichnet wird das „Lokale Bündnis für frühe Bil- dung“, dem neben Fabido noch die Grundschule Kleine Kielstraße, die Frühförderstelle Rolandstraße, Kitas weiterer Träger sowie das Familien- zentrum St. Antonius angehören. „Viele Dinge kann man nur gemein- sam schaffen“, sagt Klumbies. Plät- ze sind rar, die Situation dennoch zu verändern, ist ein Anliegen in der in einem DOGEWO21-Komplex unter- gebrachten Einrichtung. Eine Fol- ge des Engagements ist die Einrich- tung eines Brückenangebots für 40 Kinder in einem Raum der St. An- tonius-Gemeinde. „Mit der St. Eli- sabethgesellschaft bieten wir eine Sprachschule für Kinder an, die noch keinen Kitaplatz haben, und die Idee ist so erfolgreich, dass sie andere Standorte übernommen haben.“ Ein weiteres Problem: zu wenig Grünflächen zum Toben. Klumbies: „Der Bewegungsarmut wirken wir dadurch entgegen, dass wir zweimal die Woche eine Motopädin zu Gast haben, die mit den Kindern turnt.“ Begleitend kommt hinzu, „dass wir die Fläche eines früheren Spielplat- zes bekommen konnten, auf der wir Büsche, Blumen und ein Hochbeet eingerichtet haben. Da kann man Kinder ganz anders beschäftigen.“ Eingebettet sei das Ganze in das Projekt „sevengardens“, in dem Kin- der das Malen, Färben und Gestalten mit Pflanzenfarben lernen. Zuletzt durften die Kleinen den Fünft-Kläss- lern der Rudolf-Steiner-Schule zei- gen, wie man mit Rotkohl färbt. Alles hängt vom Engagement ab. Erziehe- rinnen, Tagesmütter, Lehrer, Sozial- pädagogen und Ehrenamtliche müs- sen zusammenarbeiten, wenn sich die Situation trotz schwieriger Um- stände verbessern soll. „Für mich sind das die Helden des Alltags“, sagt Klumbies. Findet Bundesminis- terin Giffey auch. „Viele Dinge kann man nur gemeinsam schaffen“, lautet das Motto der Kita im DOGEWO21-Gebäude an der Bornstraße 52. Stimmt, hat sich das Bundes­ familienministerium gedacht – und die Einrichtung mit dem Deutschen Kita-Preis 2019 ausgezeichnet. Kita Bornstraße Ein Preis von der Ministerin Mal wird geturnt, mal gelesen oder ein Hochbeet eingerichtet: Kita-Leiterin Heike Klumbies weiss, wie Kinder beschäftigt und gefördert werden müssen. Mietermagazin von für Dortmund | Ausgabe 01/2020 22

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