Neue Wärme fürs Hochhaus

Energie-Sanierung Langeloh

Moderne Heizsysteme senken den Energiebedarf und tragen zur Klimaverbesserung bei. Im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie stellt DOGEWO21 nun auch die Wärmeversorgung im Löttringhauser Hochhaus am Langeloh 4 auf ein neues Fundament.

Die Bewohner*innen des 13-geschossigen Hochhauses sind pünktlich vor Maßnahmenbeginn von DOGEWO21 informiert worden. In Zeiten explodierende Energiepreise und engagierter Klimaziele strebt DOGEWO21 an, seinen Bestand bis 2045 klimaneutral zu gestalten. Dazu gehört auch die energetische Erneuerung des Hochhauses am Langeloh in Löttringhausen mit 129 Wohnungen.

2003 wärmegedämmt und 2004 mit einer Photovoltaik-Anlage auf der Südseite der Fassade ausgestattet, stellt DOGEWO21 nun auch die weitere Energie- und Wärmeversorgung des Hauses um. Die Gaszentralheizung im Keller weicht einer modernen Heizungsanlage mit Brennwerttechnik und wird – wie bereits in weiteren DOGEWO21-Gebäuden - durch eine Luftwärmepumpe ersetzt. Folge: Das Gas im Haus wird komplett abgestellt. Gleichzeitig verringert sich der CO2-Ausstoß des Gebäudes um mindestens 47 Tonnen CO2 jährlich.

Bis es soweit ist, sind ab dem zweiten Quartal des laufenden Jahres umfangreiche Maßnahmen notwendig. Alle Wohnungen werden mit neuen Heizkörpern ausgestattet. Gleichzeitig wird DOGEWO21 alle Wärmeleitungen vom Keller über die Flure bis in die Wohnungen erneuern und vom Einrohr-System auf ein Zweirohr-System umbauen. „Dazu müssen Rohre in einer Gesamtlänge von gut acht Kilometern eingebaut werden“, macht Andreas Wachter, Fachbauleiter Heizungsanlagen bei DOGEWO21, die Dimensionen des rund 2, 25 Millionen Euro schweren Projekts deutlich. „Die Firmen führen die Arbeiten mit hoher Professionalität aus und sind bemüht, die Unannehmlichkeiten für die Bewohner*innen so gering wie möglich zu halten“, bittet Andreas Wachter um Verständnis.

 „Das neue Heizsystem gewährleistet, dass alle Heizkörper gleichwertig mit Warmwasser versorgt werden , weil jeder Heizkörper künftig mit der gleichen Vorlauftemperatur bedient wird“, erklärt Andreas Wachter. Beim Einrohr-System, einem Ringsystem, werde die Vorlauftemperatur vom jeweils vorhergehenden Heizkörper beeinflusst. Das soll sich ändern. „Jeder Heizkörper bekommt einen eigenen Anschluss, bei dem das warme Wasser aus der Vorlaufleitung in die Heizung strömt“, sagt Andreas Wachter. „Danach wird es über die Rücklaufleitung zum Heizkessel zurückbefördert.“

Das neue System sorge für bessere Möglichkeiten, das eigene Heizverhalten zu optimieren. Allein durch die Umstellung auf das Zweirohr-System ergibt sich eine Energieeinsparung von rund 10 Prozent. Beim Einsatz der Luftwärmepumpe wird der Verbrauch um zwei Drittel gesenkt.  Rechtzeitig zum Beginn der Heizperiode im Herbst 2022 sollen die Arbeiten am Leitungssystem beendet sein. Der Einbau der Luftwärmepumpe schließt sich 2023 an.